Themenbereich: Schlafen

"Kind ist ab 4 Uhr wach, Depessionen"

Anonym

Frage vom 26.03.2004

Hallo liebes Hebammenteam!

Ich hoffe sehr, ihr könnt mir ein bißchen weiterhelfen. Meine Tochter Dinela ist jetzt 3 Monate alt und hat einen ziemlich schwierigen Schlafrythmus. Tagsüber ist es ok. Sie ißt alle 3 Stunden ihr Fläschen und dazwischen schläft sie 45 min - 2 1/2 Stunden, je nachdem. Wird sie wach, spiel ich mit ihr und wenn sie quengelig wird, versuch ich sie wieder hinzulegen. Manchmal klappts, manchmal muß ich sie dann auch schon mal fast 1 Stunde rumtragen oder ich geh dann mit ihr spazieren, im Kinderwagen schläft sie komischerweise immer. Wenn sie dann abends zwischen 17.00 und 19.00 ihr Fläschen kriegt, leg ich sie hin und dann schläft sie ca. 4 Stunden. Dann wacht sie auf und kriegt Fläschen. Und dann schläft sie nochmal ca. 4 Stunden. Dazwischen wird sie aber 2-3 mal wach weil sie ihren Schnuller verliert. Ohne will sie aber nicht schlafen. Und dann, jeden morgen gegen 4 wird sie wach und da ist an Schlafen nicht mehr zu denken. Sie schreit und quengelt solang, bis nicht das Licht eingeschaltet wird und ich mich nich mit ihr beschäftige. Aber um 4 Uhr morgens ist mir nur nach Schlafen zumute. Ich quäl mich dann ca. 1 Stunde mit ihr bis, leg si e zu mir ins Bett, heb ihren Schnuller und streichel ihr Gesicht, bis sie wieder schläft. Und dann max. für 1 Stunden. Meistens ist dann eh Zeit fürs Fläschen. Und danach ist sie dann ca. 2 Stunden wach. Und dann geht ihr normaler Tagesrythmus los. Feste Schlafenszeiten hat sie noch keine, weil sie immer nur max. 2 STunden am Stück wach sein kann, dann ist sie müde und schläft auch ganz shcnell ein. Mit dem Einschlafen hat sie ja auch keine Probleme aber sie wird ständig wach. Ich hab mir auch schon das Buch "Jedes Kind kann schlafen lernen" gekauft, aber ohne Erfolg.
Sie schläft auch meistens ganz unruhig und haut mit ihren Ärmchen umher. Ich bin mittlerweile selbst total depressiv und wein oft schon morgens aus Verzweiflung. Ich bin nur noch müde aber tagsüber kann ich einfach nicht einschlafen. Also leg ich mich meistens auch mit Dinela hin, oft schon um 19.00. Aber das ist auch ein Zustand. Da kommt mein Freund oft erst heim. Er arbeitet sehr viel und kann mit mit der Kleinen nicht viel helfen, weil er selbst total müde ist, wenn er heimkommt. Ich hab auch niemanden, der mir die Kleine mal für 1-2 Stunden abnehmen könnte. Ich bin rund um die Uhr mitdem Kind beschäftigt. Ich fahr auc nirgends mehr hin mit ihr, weil sie ständig nur am Schreien ist, wenn ich irgendwo mit ihr bin. Ich halt das nicht mehr lang so aus. Sie ist total unruhig und zappelig, hat auch die ersten 2 1/2 Monate oft tagsüber ihre 3-4 Stunden nur geschrien. Und das macht einen einfach nur fertig.
Eine kleine Anmerkung: Die Kleine schläft in ihrer Wiege bei uns im schlafzimmer. Zum einschlafen muss ich sie immer in eine Dekce wickeln und sie braucht ihren Schnuller. Wenn sie jedoch schreit, hat sie sich in null komma nix ausgewickelt und schlägt um sich. Ich hab auch schon versucht, sie tagsüber länger wachzuhalten, damit sie morgens länger schläft, aber ohne Erfolg. Ich hab auch probiert, sie in der Wiege zu beruhigen, wenn sie so früh am Morgen wachwird. Aber chancenlos. Manchmal trifft es sich ganz blöd un sie kriegt gegen 3 Uhr Fläschen. Dann schläft sie nämlich nachher erst gar nicht mehr ein.
Ich bin mittlerweile nur noch fertig und total angespannt. Ich könnte nur noch weinen weil ich derzeit einfach überfordert bin´und das alles irgendwie nicht mehr hinkriege. Dinela war übrigens ein Wunschkind und ich war so froh, als ich endlich schwanger geworden bin! Aber jetzt ist alles nur noch furchtbar. Ich kann nicht mal mehr irgendwas genießen... Ich war vorher so lebenslustig, aber schon am 2. Tag nach der Entbindung bekam ich Depressionen und mi´ttlerweile ist mein Leben ein einziges Chaos, ohne irgendeine Freude. Mein Freund versteht mich auch nicht, der sagt, ich wär einfach ein Jammerlappen. Aber ich bin einfach total übermüdet und ausgelaugt und nervlich total angespannt. Wenn Dinela wenigsten bis 6 Uhr morgens einigermaßen schlafen würde. Das wecken dazwischen wäre ja halb so schlimm, wenn sie schnell wieder einschlafen würde...
Vielleicht könnt ihr mir ja ein bißchen mit der Situation weiterhelfen...

Vielen Dank auf jeden Fall schon mal im Voraus. ...

Viele liebe Grüße
Sabine

Anonym

Antwort vom 26.03.2004

Hallo Sabine, ich glaube Sie erleben das, was sehr viele Mütter in der heutigen Zeit erleben. Sie wünschen sich ein Kind und sind hinterher sehr erstaunt wie viel Arbeit diese Kleinen machen und das es wirklich keine Zeit mehr für sich selber gibt. Vor allen wenn der Vater des Kinds nicht bereit is,t auch einen Teil der Kinderarbeit zu Tragen. Sicher ist er auch müde, aber Sie sind es auch...
Gegen die Depression würde ich zu allererst einen Fachärztin aufsuchen oder eine psychologische Beratungsstelle (Caritas, Diakonie)um mal jemanden zum Sprechen zu haben.
Dann gibt es in vielen Städten Omavermittlungen oder Babysitterdienste (oft über die Kirche) so dass Sie 1-3mal mittags 2 Stunden kinderfrei hätten.
Das morgendliche Aufwachen und nicht wieder Einschlafen liegt vielleicht daran, dass Daniela abends sehr früh zur Nachtruhe gelegt wird, versuchen Sie doch sie alle 2-3 Tage 15min. später hinzulegen, dass sie dann gegen 20 Uhr ins Bett geht.Auch hilft es manchen Kindern die Nacht im Elternbett zu verbringen, dass sie besser schlafen. Tagsüber hilft es oft die Kinder in ein Tragetuch zu "setzen" dort schlafen sie oft 4 Stunden am Stück, da sie die Nähe und Geborgenheit genießen.
Dann sollten Sie bedenken, solange es Ihnen so schlecht geht, wird es Daniele auch nicht gut gehen, da Ihre Tochter spürt, dass es Ihnen nicht gut geht.Eine Möglichkeit wäre ein Treffen (OHNE Tochter) am nächsten Wochenende, mit Ihrer Freundin (KIno, Einkaufsbummel, Essen gehen) und Ihr Freund hat einen Papatag ganz für sich und seine Tochter.Vielleicht kommen Sie so aus Ihrem Stimmungsloch.Ansonsten sollten Sie auf jeden Fall Hilfe auf Beratungsebene suchen.

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