Themenbereich: Stillen allgemein

"Kaffee und Stillen"

Anonym

Frage vom 19.04.2004

Meine Tochter ist jetzt 10 Monate alt und wird noch 3 mal gestillt. Morgends, vormittags und abends. Schön langsam lüstert es mich wieder nach meinem morgendlichen doppelten Espresso. Bis jetzt hab ich ganz schwachen Kaffee getrunken. Heute, nach einer anstrengenden Nacht, habe ich einen doppelten Kaffee gebraucht. Leider erst als der Kaffee getrunken war, kam mir der Gedanke dass das meiner Tochter sicher nicht gut tun würde. Meine Frage daher, wie lange dauert es bis der Kaffee in der Muttermilch ist. Habe den Kaffee eine Stunde vorm Stillen getrunken. Und wenn ich dann den ganzen Tag nich mehr stille, erst wieder abends, ist der Kaffee dann schon ausgeschieden und nicht mehr in der Muttermilch oder bleibt der auf jeden Fall in der Muttermilch, auch wenn eine lange Pause dazwischen liegt. Die gleiche Frage hätte ich bei blähenden Speisen, die ich ja auch jetzt 10 Monate lang nicht gegessen habe. Sind die abends schon wieder aus der Milch wenn ich mittag z.b. Kraut esse??? Vielen Dank für die Hilfe.

Anonym

Antwort vom 19.04.2004

-Mäßiger Koffeinkonsum stellt für die meisten stillenden Mütter und ihre Babys kein Problem dar. Nimmt eine stillende Mutter allerdings mehr Koffein zu sich, als sich in fünf Tassen Kaffee befindet, kann sich das Koffein im Körper des Babys ansammeln und das Baby kann Symptome einer durch Koffein verursachten Übererregbarkeit zeigen. Einige Kinder zeigen diese Symptome auch bei geringeren Koffeinmengen. Ein durch Koffein überreiztes Baby hat weit geöffnete Augen, ist lebhaft und hellwach, schläft über einen längeren Zeitraum nicht ein und kann außergewöhnlich unruhig sein. Wenn Sie morgens nach dem Stillen den Espresso trinken, wird Ihre Tochter wahrscheinlich keine Reaktionen zeigen. Im Zweifelsfall müssten Sie jeden Koffeinkonsum meiden und beobachten, ob Ihre Tochter ruhiger ist, wenn Sie kein Koffein zu sich nehmen. Koffein befindet sich außer im Kaffee auch in schwarzem Tee, Eistee, Cola, einigen Limonaden und frei verkäuflichen Medikamenten. Koffein gelangt wie Alkohol relativ schnell in das Blut und damit in die Muttermilch und ist etwa nach einer Stunde in der Milch nachweisbar. Sie müssen nicht grundsätzlich alle Speisen meiden, die als „blähend“ gelten. Einige Kinder reagieren in den ersten Lebenswochen empfindlich auf bestimmte Speisen. Diese Empfindlichkeit nimmt allermeist im Laufe der Stillzeit deutlich ab. Sie können die Speisen, die Sie bisher gemieden haben einzeln nach und nach ausprobieren und Ihr Baby beobachten. So können Sie herausfinden, ob sie tatsächlich noch auf ein Lebensmittel reagiert. Die Reaktion ist etwa drei bis sechs Stunden nach Verzehr des Lebensmittels zu erwarten.

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