Themenbereich: Stillen allgemein

"Ablehnung der Brust bei Frühgeburt"

Anonym

Frage vom 21.04.2004

Meine Tochter kam 3 Wochen zu früh auf die Welt. Im Krankenhaus wurde mir vorerst abgeraten zu stillen, da sie zu schwach sei und nur einschlafen würde. Das hätte zur Folge, dass sie dann auch für die Flaschennahrung keine Kraft mehr hat. Ich habe deshalb auch zu Hause so weitergemacht. Mein Versuch, sie zu stillen scheiterte. Meist wehrt sie sich und schreit fürchterlich. Ich versuche es immer wieder, aber es tut auch mir weh, wenn sie die Brust so ablehnt. Manchmal gelingt es mir, dass sie ein paar Tropfen trinkt, aber das ist äußerst selten. Sehen Sie noch eine Chance, dass es doch noch mit dem Stillen klappt und was mache ich falsch? Die Kleine wird am Sonntag (25.04.) 3 Wochen...

Anonym

Antwort vom 24.04.2004

Hallo leider ist dieses Thema so komplex, dass ich es nicht am PC beantworten kann. Zuersteinmal sollten Sie sich eine Hebamme organisieren, die mit Ihnen das Anlegen übt und hilft, besser heute als morgen.
Dass Ihre Tochter die Brust ablehnt dürfen Sie auf keinen Fall persönlich nehmen, Sie müssen wissen, dass Brusttrinken und Flaschentrinken zwei völlig unterschidliche Saugtechniken sind. Es ist so verschieden wie Krabbeln und Laufen, was ja auch beides geübt werden muß. Da sie nun in der Klink nur das einen lernte, kann sie mit der Brust im Moment nicht viel anfangen, da sie nicht weiß wie es geht. Mit viel Geduld und Spucke wäre es möglich ,dass sie von heut auf morgen mit dem Brusttrinken anfängt, vor allem wenn Ihnen jemand zu Seite steht(Hebamme)und Ihnen und Ihrer Tochter die Technik zeigt.
Bis dahin sollten Sie es immer wieder probieren, vielleicht auch erst ein paar Minuten die Milch abpumpen und dann sofort das Kind anlegen, dann ist schon Milch da und die Brustwarze ist besser zu fassen.
Ich hoffe Sie haben Erfolg. Falls Sie keine Hebamme finden, die Zeit hat, gibt es auch Stillberaterinnen, die eine sehr gute Stillausbildung haben(unter www.lalecheliga.de /www.afs-stillen.de/ www.bdl-stillen.de) finden Sie sicher Ansrechpartnerinnen in Ihrer Umgebung, das sind keinen Hebammen sonder reine Stillfachfrauen. Die Beratung nicht immer kostenfrei, aber bevor Sie nicht stillen können ein Versuch wert.

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