Themenbereich: Stillen allgemein

"Stillen und Abpumpen bei Arbeitsaufnahme"

Anonym

Frage vom 28.04.2004

Sehr geehrte Damen,
habe mehrere Fragen, der Wichtigkeit nach: am 5.5. wird meine Tochter 6 Mon. alt. Per 1.5. gehe ich überraschend halbtags (aber mal vormittags, mal nachmittags) arbeiten. Bisher habe ich mein Kind streng ad libitum ausschließlich gestillt. Nun könnte es wegen Arbeitswegen etc. knapp werden mit dem Stillabstand, zumal ich noch dazu das Gefühl habe, in den letzten Tagen wird sie nicht mehr ganz satt (quengelt, nimmt die Brust schon nach 3h, ist auch schnell fertig). Ich würde meine Milch abzupumpen versuchen, was ich bisher noch nie probiert habe. Meine 1. Frage: Wann ist der günstigste Zeitpunkt zum Abpumpen, da es ja auch noch für die "normal möglichen" Mahlzeiten reichen soll. 2. Habe gehört, daß Brustkinder nicht gern auf einen Flaschensauger umsteigen. Welcher ist am erfolgversprechendsten hinsichtlich Material, Größe etc? 3. Tochter hatte bis vor einigen Wochen eher sehr flüssigen Stuhl ähnlich Sanddornsaft, etwas dunkler, 1x tgl., dann mehrere Tage gar nichts, dann kam Stuhl, der recht hellgelb aussah und stark luftdurchsetzt war und voluminös, ähnlich aufgeschlagener Puddingcreme, Pupse gingen reichlich und übelriechend, wie auch Stuhl, ab. Dieser Stuhlgang überreichlich mehrmals tgl. Leidend wirkte sie nicht. Zurzeit wieder "Verstopfung" +Puspen. Wächst sie bloß? Stimmt mit der Galle was nicht? Meinerseits keine Nahrungsänderung.
Vielen Dank für Ihre Mühe!

Anonym

Antwort vom 29.04.2004

-Das Abpumpen sollte frühestens etwa zwei Stunden nach der Stillmahlzeit erfolgen, was aber nur sinnvoll ist, wenn Ihre Tochter eine größere Pause einlegt, vielleicht am Abend. Wenn sie momentan die Milchbildung anregt, indem sie häufiger trinkt, wird es mit dem Abpumpen zwischendurch nicht so leicht sein. Vielleicht müssen Sie während Ihrer Arbeitszeit zwischendurch die Stillpause, die Ihnen als stillende Mutter zusteht, zum Abpumpen von Muttermilch nutzen. Die Milch müssen Sie bis zu Ihrer Heimkehr im Kühlschrank oder einer Kühlbox kühlen. Zum Abpumpen eignet sich eine gute Handpumpe, z.B. die Einhandpumpe “Harmony“ (Fa. Medela) oder „Isis“ (Fa. Avent). Es ist noch nicht zu sagen, welchen Flaschensauger Ihre Tochter am besten akzeptiert. Einige Eltern haben mit dem Flaschensystem von Playtex (www.playtex-baby.de) gute Erfahrungen gemacht, da das Saugen an diesem Sauger dem Saugen an der Brust etwas ähnlich ist. Einige Stillkinder nehmen den Sauger der Firma Mollis (Bioladen) gut an. Vielleicht trinkt Ihre Tochter auch problemlos mit einem anderen Sauger, das müssen Sie ausprobieren. Der Stuhlgang von Kindern, die ausschließlich gestillt werden kann sich immer wieder verändern. Wenn der Stuhl einige Tage auf sich warten lässt handelt es sich nicht um eine Verstopfung. Sie können ganz gelassen abwarten, zumal Ihre Tochter ansonsten einen zufriedenen Eindruck macht. An anderen Tagen kann der Stuhl mehrmals breiig, spritzend oder schaumig entleert werden und verschiedene Gelbtöne haben oder manchmal auch grünlich sein. Wenn der Stuhl seit kurzer Zeit immer übelriechend ist, sollten Sie Ihre Kinderärztin/Kinderarzt zu Rate ziehen. Der normale Muttermilchstuhl riecht leicht säuerlich oder ein wenig nach Hefe, aber er stinkt nicht. Der Geruch verändert sich eigentlich erst mit der Einführung der Beikost und stinkt dann mehr.

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