Themenbereich: Stillen allgemein

"Wachstumsschub"

Anonym

Frage vom 17.05.2004

Hallo,
meine Tochter ist jetzt 6 Wochen alt und seit der Geburt hat sie alle 4 bis 4,5 stunden hunger gehabt und da hat sie dann insgesamt 10 min an der Brust getrunken: Jetzt nach 2 Wochen füttere ich abends eine mahlzeit zu weil ich glaube sie wird nicht satt,und mtagsüber schreit sie nur sie kommt jetzt alle 2 stunden und will etwas zu essen und wenn ich sie dann anlege und nach 10 min fängt sie dann an zu weinen und hat dann immer noch hunger.Viele sagen zu mir das sie nicht richtig satt wird deswegen kommt sie jetzt alle 2 stunden kann dass sein ??? Was mach ich jetzt ? Bin ratlos ?? Bitte helft mir
Viele Grüße Claudia

Anonym

Antwort vom 18.05.2004

-Mit sechs Wochen haben viele Kinder einen Wachstumsschub, und das scheint bei Ihrer Tochter der Fall zu sein. Die Kinder kommen völlig aus dem gewohnten Rhythmus, wollen sehr häufig an die Brust und machen insgesamt einen unzufriedenen Eindruck. Sie wachsen und brauchen plötzlich mehr Milch. Dafür sorgen sie, indem sie sehr häufig nach der Brust verlangen und oft gestillt werden wollen. Das häufige Stillen regt die Milchbildung an, so dass sich nach einigen Tagen der gewohnte Rhythmus wieder einstellen wird. Versuchen Sie, Ihre Tochter insgesamt pro Mahlzeit länger als 10 Minuten zu stillen (z.B. 10 Minuten pro Seite) und legen Sie bei jeder Mahlzeit beide Seiten an. Vielleicht hat sie nach 10 Minuten noch nicht genug von der fettreichen Hintermilch getrunken. Wenn Sie jetzt zufüttern, wird Ihr Körper nicht erkennen, wie viel Milch wirklich gebraucht wird. Das könnte der Beginn des Abstillens sein. Die Milchmenge lässt sich nur durch häufiges Anlegen steigern. Sie können Ihrer Tochter die Gelenke massieren, das tut in Wachstumszeiten immer gut. Auch ein Bad kann den kleinen Körper entspannen. Wenn Sie häufig stillen müssen, sollten Sie auch besonders auf Ihr Wohl achten. Gönnen Sie sich Ruhepausen, sagen Sie Termine ab, die im Moment nicht so wichtig sind, lassen Sie sich die Schultern und den Rücken massieren. Achten Sie darauf, genügend zu essen und zu trinken (gerne auch vier Becher Stilltee/Tag). Nehmen Sie Kontakt mit einer Hebamme, Stillberaterin oder Stillgruppe vor Ort auf. Hier finden sie Unterstützung in allen schwierigen Stillsituationen. Alles Gute für die weitere Stillzeit.

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