Themenbereich: Stillen allgemein

"Umstellung auf Flaschennahrung"

Anonym

Frage vom 31.05.2004

Hallo!
Mein Sohn wurde am 3.05.04 in der 33.Schwangerschaftswoche mit 46 cm und 2130 g geboren. Da es mit dem stillen nicht so recht klappen wollte, habe ich mich für das abpumpen entschieden und er trinkt dann die Flasche.In den 3 Wochen,in denen ich mit im Krankenhaus war,klappte es alles wunderbar.Nun bin ich zu Hause und da ich alleinerzeihend bin und auch meine Familie nicht hier wohnt ist es alles sehr anstrengend.Ich komme nicht zum regelmäßigen und abwechslungsreichen essen und habe Angst das der Kleine nicht genug Nährstoffe in der Muttermilch hat.Möchte ihn deshalb auf Fertignahrung umstellen wenn ich auch die eingefrorene Muttermilch verbraucht habe. Wie gewöhne ich ihn am schonensten daran und wie verhalte ich mich am besten mit dem abstillen damit kein Milchstau entsteht?Nun noch eine andere Frage, welche Trinkmenge pro Mahlzeit muß er jetzt ca.zu sich nehmen und reichen 5 Mahlzeiten am tag,denn in der Nacht muß ich ihn wecken.Danke für die schnelle Antwort im voraus.

Anonym

Antwort vom 31.05.2004

-Zunächst rate ich Ihnen dazu, vor Ort mit einer Hebamme Kontakt aufzunehmen, die Wochenbettbetreuung anbietet. Sie kann Sie bei allen Fragen z.B. zur Ernährung, dem gesunden Gedeihen, dem Umgang mit dem Stillen und der Eingewöhnung in den Alltag beraten und unterstützen. Vielleicht klappt es mit ein wenig Hilfe, dass Sie Ihren Sohn an der Brust stillen können. Selbst wenn Sie sich im Moment nicht ganz optimal ernähren, ist die Muttermilch gerade für Ihr frühgeborenes Kind das Wertvollste, das Sie ihm an Nahrung bieten können. Wenn Sie ihn ausschließlich an der Brust stillen, haben Sie auch nicht mehr die Mühe mit dem Abpumpen, und die Situation könnte sich entspannen. Wenn Sie dennoch abstillen möchten, besprechen Sie bitte zunächst mit Ihrer Kinderärztin/Arzt, welche Nahrung Sie füttern sollen (Spezielle Frühgeborenennahrung oder Pre-Nahrung). Ersetzen Sie dann erst einmal nur eine Muttermilchmahlzeit am Tag und beobachten Sie die Reaktion Ihres Sohnes. Der Stuhlgang kann durch die andere Nahrung fester werden und seinen Geruch verändern. Nach einigen Tagen können Sie dann die nächste Stillmahlzeit ersetzen. Das Tempo der Nahrungsumstellung hängt davon ab, wie lange Sie Muttermilch abpumpen, bzw. stillen wollen. Wenn Sie nach und nach die Pumpabstände vergrößern und die Brust nicht mehr vollständig entleeren, wird sich die Milchmenge schnell reduzieren, ohne dass Sie Abstillmedikamente einnehmen müssen. Sobald Sie ein Stauungsgefühl in der Brust wahrnehmen, sollten Sie die entsprechende Seite abpumpen, bis Sie Erleichterung spüren. Kühlende Umschläge können den Abstillprozess unterstützen. Die Gesamttrinkmenge pro Tag beträgt 1/6 seines Körpergewichts, kann aber auch von Tag zu Tag etwas schwanken. Für Stillkinder spielt diese Angabe allerdings keine große Rolle. Sie werden nach Bedarf gestillt und trinken, so oft sie Hunger anmelden. Wenn Ihr Sohn gut gedeiht und altersentsprechend zunimmt, müssen Sie ihn nachts nicht zum Trinken wecken. Er sollte am Tag wenigstens fünf Mahlzeiten erhalten.

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