Themenbereich: Stillen allgemein

"Abstillen wegen Haarausfall"

Anonym

Frage vom 21.06.2004

Hallo, liebes Hebammenteam!
Wir leben gerade in den USA und ich habe leider keine Hebamme hier, die ich um Rat fragen koennte. Ich hoffe, Ihr koennt mir weiterhelfen. Mein Sohn ist 8 1/2 Monate alt. Ich wuerde gerne abstillen, da ich unter imensem Haarausfall leide. Moechte ihm aber keine Flasche geben, sondern gleich auf Tasse/Schnabel-umstellen. Das Trinken aus der Schnabeltasse sind wir noch am ueben. Nun habe ich gelesen, dass Babys unter 1 Jahr das Nuckeln brauchen. Kann ich denn die Flasche umgehen? Einen Schnulli nimmt er nicht. Ich hatte die Hoffnung, dass der Haarausfall besser wird, wenn ich mit der Beikost beginne, und er weniger trinkt. Allerdings bin ich mittags und abends schon bei 220g Brei, und er moechte immer noch gestillt werden. Zumal es manchmal der einzige Weg (so glaube ich zumindest) ist, ihn zum Einschlafen zu bringen. Ich muss auch zugeben, dass ich ihn sehr gerne stille und es klappt auch wunderbar. Ich habe auch ein schlechtes Gewissen, "nur" wegen meiner Haare abstillen zu wollen. Aber ich habe schon von 2 Frauen gehoert, dass die Haare nicht mehr nachgewachsen sind. Ich wuerde mich ueber eine Antwort sehr freuen.
Liebe Gruesse,Andrea & Joshua

Anonym

Antwort vom 21.06.2004

-In der Regel wachsen die Haare nach der Stillzeit wieder nach. Normalerweise verläuft der Haarwuchs in verschiedenen Phasen. Es gibt Wachstumsphasen, Ruhephasen und Ausfallphasen, was Sie sicherlich an Ihnen schon beobachten konnten. In den 9 Monaten der Schwangerschaft überwiegt das Haarwachstum auf Gund der steigenden Östrogenmengen im Blut. Viele Frauen haben deshalb in der Schwangerschaft volleres und dichteres Haar als zuvor. Nach der Geburt erfolgt nach einer Ruhephase die Ausfallphase, und die Dauer des verstärkten Haarausfalls kann unterschiedlich lang sein. Der Haarausfall hat weniger mit dem Stillen als mit der Hormonumstellung zu tun. Falls Sie täglich mehr als hundert Haare verlieren, können Sie einen Arzt aufsuchen, der Ihnen gegebenenfalls ein stillverträgliches Medikament verschreibt. Sie müssen deshalb aber nicht abstillen, sondern können mit dem Aufbau der Beikost in Ruhe weiter fortfahren, zumal Sie ja auch sehr gerne Stillen. Das ist doch wunderbar!! Stillkinder im Alter Ihres Sohnes lehnen häufig die Flasche und den Schnuller ab. Beides ist weitaus unangenehmer als das genüssliche Saugen an der weichen, warmen Brust. Üben Sie mit Ihrem Sohn weiter geduldig das Trinken aus dem Becher oder der Trinktasse. Mit der Zeit wird er darin sicherer und muss nicht mehr nach jeder Mahlzeit gestillt werden. Lassen Sie ihm Zeit, die Umstellung anzunehmen und lassen Sie sich selbst Zeit, sich vom Stillen zu verabschieden.

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