Themenbereich: Stillen allgemein

"Zappeligkeit beim Stillen, Blähungen?"

Anonym

Frage vom 01.07.2004

allo,

ich hätte ein paar wichtige Fragen und wäre für jede Hilfe dankbar.
Meine Tochter (14 Wochen) spinnt total. Eigentlich kann es noch kein Entwicklungsschub sein, denn der nächste ist doch erst bei 19 Wochen. Luzi kam allerdings 7 Tage nach ET.
Als erstes: sie leidet unter den Dreimonatskoliken, die immer noch da sind, obwohl der 4. Monat nun schon fast rum ist. Allerdings kommen sie mir nicht mehr so schlimm vor. Wenn ich sie nach dem Stillen (voll) ablenke, denkt sie kaum daran zu krampfen.
Leider hat sie seit über 2 Wochen hartnäckige Blähungen. Jetzt wacht sie nachts nicht mehr durch die Koliken auf, sondern weil sie Pupsen muss. Das ist doch nicht normal, oder?
Ihr Stuhlgang hat sich in den 2 Wochen auch verändert. Sonst hatte sie immer 2-3mal tägl. was in der Windel, jetzt lässt sie sich 4 Tage oder länger Zeit. Ist das vielleicht eine Darmumstellung? Gegen die Blähungen habe ich schon alles versucht: Kümmelzäpfchen, Bauchmassage mit Öl, Kümmel-Fencheltee, "Sport". Nichts hilft, nur im Fliegergriff rumtragen. Doch das macht mein Rücken nicht mehr lange mit. In meiner Ernährung habe ich auch gar nichts verändert. Habe sogar seit paar Tage alle Milchprodukte weggelassen. Esse nichts blähendes, nicht mal mehr süsses.
Die Kinderärztin meinte gestern, es könnte Soor sein, der schon im Darm angesiedelt ist. Gebe nun ein "Pilzmittel" seit gestern. Sehe aber noch keine Besserung. Ab wann könnte ich denn mit einer Besserung rechnen, falls es daran liegt?
Das schlimmste ist aber, dass sie seit etwa Anfang der Blähungen auch total an der Brust rumzickt. Das Problem dabei ist, sie ist nicht gerade ein dickes Kind. Bei der U3 wurde ich mit Verdacht auf Gedeihstörung erst mal wieder nach Hause geschickt. Zum Glück hat sich das die folgenden Wochen eingepegelt. So ist sie von 3650g/54cm (5. Woche) auf 5500g/61cm (14. Woche) hoch. Bis vor zwei Wochen hat sie auch gut getrunken. Ich benutze zwar Stillhütchen (seit Geburt) aber sie scheint das nicht zu stören. Sie trinkt jetzt auch ohne aber bei Verdacht auf Soor will ich mich nicht anstecken und probiere es erst wieder nach der Therapie. Früher hat sie etwa im 4 Stundenrhythmus getrunken und auch gut. Circa 10-15 Minuten an beiden Brüsten und kaum wieder was ausgespuckt. Jetzt saugt sie sich zwar an, ist aber total zappelig, lässt dauernd los, trinkt paar Schlucke und beginnt zu krampfen. Als Ergebnis pupst sie fast ununterbrochen beim Stillen. Ich habe den Eindruck sie trinkt kaum noch was (pinkelt aber wie ein Weltmeister – 4 supervolle Windeln am Tag). Nach ca. 10 Minuten Gehampel ist sie „fertig“. Wundert mich ehrlich, weil in dieser Zeit gerade mal 1mal der Milchspendereflex in Gang kommt. Bei der 2. Brust wird es noch schlimmer. Manchmal fängt sie auch einfach an zu weinen, nuckelt aber danach gleich weiter. Und ich meine wirklich nuckeln (wenn der Unterkiefer so ganz schnell zittert). Sie kann da doch nicht genug bekommen? Ich habe echt Angst, dass sie wieder abnimmt. Sie will auch nicht mehr alle 4 Stunden, sondern auch mal alle 6-7 Stunden. Meckert in der Zwischenzeit auch nicht vor Hunger. Auch spuckt sie oft rel. Viel nach der 2. Brust aus. Die Ärztin meint es könnte von den Blähungen kommen. Verstehe ich schon, der Magen/Darm ist ja schon ohne Milch halb voll.
Bin total frustriert und könnte bei jedem Stillen weinen, weil sie so zickt. Ganz selten trinkt sie aber auch normal. Es kann also nicht die Schmerzen vom Soor sein. Denn den Schnuller nimmt sie auch (nicht oft). Mit abpumpen und Flasche (auch 1mal mit Fertigmilch) habe ich auch schon aus lauter Verzweiflung probiert. Aber von der Flasche will sie gar nichts wissen. Den Tee habe ich ihr mit Löffel gegeben. Selber trinke ich auch viel Tee (Fenchel, Kümmel) und auch viel Wasser. Denke eigentlich nicht, dass meine Brust zu wenig Milch hat. Bisher hat es auch gereicht und sie will ja auch nicht mehr, sondern weniger.
Verschiedene Stillpositionen haben nichts gebracht. Ich stille auch in ruhiger, gemütlicher Atmosphäre. Nichts.
Weiß echt nicht, was ich noch tun soll!! Sie einfach dann stillen, wenn sie will und bei Gezicke aufhören? Meine Brust weiß jetzt schon nicht mehr was los ist. Der Rhythmus ist total putsch. Will aber so gern noch bis zum 7. Monat vollstillen.

Vielen Dank für eine Hilfe, Katja

Anonym

Antwort vom 02.07.2004

Hallo, das hört sich in der Tat etwas schwierig an und ich könnte Ihnen sicher besser direkt vor Ort helfen, als übers Netz.
Ihre Idee, die Tochter nach Bedarf zu stillen und beim"Zicken" aufzuhören ist der richtige Weg, da sie ja mit nur MM 4 volle nasse Windeln hat, reicht ihr die Menge auf jeden Fall, auch die Stuhlhäufigkeit andert sich mit 3-4 Monaten bis teilweise 1 mal in 10 Tagen, allerdings werden die Kinder gegen Ende der Nichtstuhlgangzeit unruhig fangen an zu drücken und pupsen vermehrt- die Winde können dann auch riechen.
Evt.können Sie das Kind homöopathisch oder auch osteopathisch behandeln lassen. Bei beiden Therapien können die Blähungen/Verdauungsbeschwerden oder auch Unruhe besser werden.
Dass es sich um einen innerlichen Pilz ohne aüßerlichen Pobefall oder Mundbefall handelt, halte ich für unwahrscheinlich, auch dass sie sich anstecken, versuchen Sie lieber ohne Hütchen, da die Kinder meistens besser trinken.
Da Sie ab der 8 Lw. des Kindes Hebammenhilfe in Form von 2 Stillberatungen haben, sollten Sie sich eine Stillfreundliche/Stillfortgebildete Hebamme in Ihrer Umgebung suchen, die sich das Trinken Ihrer Tochter direkt anschaut und vielleicht noch Tipps vor Ort hat.
Damit Sie nicht völlig ohne Kontrolle wegen des Gewichts sind, sollten Sie 1*
die Woche mit Ihrer Tochter und ohne Ihre Tochter auf die Waage steigen. sie Stillen Sie sie erstmal nur nach Ihrem Bedarf. Falls das Gewicht je weniger werden sollte, können Sie immernoch versuchen sie öfters anzulegen.

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