Themenbereich: Stillen allgemein

"Eilt!Habe Milchrückgang!!"

Anonym

Frage vom 09.07.2004

Habe ein großes Problem!Meine Tochter Lisa,jetzt 4 Monate alt,wurde bis jetzt ausschließlich voll gestillt...allerdings wurde vor ca. 3 Wochen festgestellt,daß sie sehr viel abgenommen hatte,in kürzester Zeit....dh.sie wog nur noch 3940g..meine Muttermilch war zurückgegangen und ich hatte das nicht bemerkt,da sie ein so liebes Kind ist,das sich bei Milchmangel nicht bemerkbar machte (sagte auch die Ärztin)...ich war und bin deshalb fix und fertig!!Ich muß dazu sagen,daß ich zu Anfang sehr viel Milch hatte,bin allerdings ein sehr labiler Typ und Lisa hatte von Beginn an sehr starke Blähungen,was mich sehr unruhig und nervös machte,und dadurch ist vermutlich auch der Milchfluß blockiert worden...außerdem hat mein Mann den EBV/Pfeiff.Drüsenfieber,den sie auch hatte...vielleicht trank sie dadurch weniger..also Kreislauf...durch weniger trinken wurde weniger produziert usw....jedenfalls bin ich sehr depremiert,wollte ich doch so lange wie möglich stillen und jetzt hab ich fast keine Milch mehr,im Höchstfall bis 100ml zusammen!!!Was soll ich bloß tun,habe auch schon alle 2 Stunden abgepumpt und gestillt,aber es wurde nicht mehr und der Druck unterbewußt nahm zu und die Unzufriedenheit auch,wenn ich sie wog....meine Hebamme meinte,ich solle jetzt nur noch alle 4 Stunden stillen und den Rest mit Fläschchennahrung dazufüttern(sie trinkt gute 200ml dazu)...okay,mache ich...allerdings mag sie meine Brust nicht mehr so,trinkt nur ganz kurz und fängt dann an zu schreien...vermutlich erinnert sie das an die Zeit,wo sie nicht viel bekam und hat Angst...ich solle,lt.Hebamme auf jeden Fall noch so weiterstillen,da ich mich sonst als Versagerin nach dem Vorfall fühle...aber wie kann ich die Kleine dazubringen länger und lieber an die Brust zu gehen,bzw.wie kann ich verhindern,daß die Milch immer weniger wird,da sie ja nicht mehr richtig dran trinkt....bitte helfen Sie mir,es ist mir wirklich sehr wichtig und es geht mir damit echt nicht gut!
Eine weitere Sache ist,ich hoffe Sie können sie mir beantworten,wie kann ich mein Baby richtig fördern,damit ich nix verpasse b.Entwicklung...hab mir auch ein Buch gekauft,aber überlege,ob ich mir damit nicht zuviel Druck mache,bzw. dem Baby?
Vielen,vielen Dank für ihre schnelle Rückantwort und noch ein schönes Wochenende!!! Liebe Grüße, Christine

Anonym

Antwort vom 10.07.2004

Hallo, Sie haben Recht, dass durch den Druck den Sie sich selber machen, die Milch nicht unbedingt mehr wird. Da die Milch nicht so doll fließt, wie an der Falsche wird Lisa so schnell unruhig- es geht ihr nicht schnell genug. Eine gute Möglichkeit ist ein Brusternährugsset(Firma Medela /Apotheke) Durch einen Schlauch wird Milch an die Spitze der Brustwarze geleitet. Saugt Lisa an der Brust, kommt automatisch Milch aus dem Schlauch - somit passieren 2 Sachen- das Kind saugt länger, weil Milch kommt und regt dabei die Milchproduktion an. Zu der Kunstmilch bekommt es aber auch noch MM. Das ist die einzige Möglichkeit Lisa davon zu überzeugen, das Brusttrinken für sie befriedigend ist. Durch das regelmäßige Anlegen kann wieder mehr Milch gebildet werden . Für Sie hätte es den Vorteil doch noch zu Stillen, aber zu wissen sie bekommt genügen zu Essen und das Gewicht geht nicht runter.
Solange Sie mit Ihrem Kind reden, es tragen, sich liebevoll um sie kümmern, wird ein Kind schon ausreichend gefördert. Sicher gibt es Babyschwimmen, macht den Kindern viel Spaß oder auch Babymassage schadet natürlich nie, da die Kinder "positive Reize" erleben und auch eine Pekip-Gruppe fördert das Kind. Aber Sie haben recht, dass zu viel auch Streß verursachen kann und wir schon mit den Babys von einem Termin zum anderen hetzen. Massieren/streicheln kann ich auch zu Hause- unser Körper macht automatisch das Richtige, denn durch die Liebe zu unseren Kindern kann eine Massage nie falsch gemacht werden. Zum Baden kann ich auch an einem ruhigen Morgen ohne Kurs gehen, die Kinder sollen ja "nur" das Wasser auf dem Körper spüren....Horchen Sie in sich herein, dann werden Sie feststellen wieviel Förderung Lisa und Sie vertragen.

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