Themenbereich: Stillen allgemein

"Stillen im 1-Stunden-Rhythmus - Was tun?"

Anonym

Frage vom 30.07.2004

Hallo!
Ich bin zur Zeit sehr verzweifelt und fühle mich schon sehr schwach. Mein Sohn, geboren am 3.4.2004 möchte seit Wochen ständig gestillt werden. Er meldet sich im 1 Stunden, höchstens 2 Stunden-Rhythmus, auch nachts. Ich kann das einfach nicht mehr durchhalten...
Zu meiner Vorgeschichte: hatte nach der Geburt sehr viel Milch, nach 4 Wochen wegen Erkrankungen fast abgestillt (mit der Pumpe nur noch 180 ml pro Tag) und vor ca. 7 Wochen wieder die Milchmenge gesteigert, so dass mein Sohn jetzt voll gestillt wird.
Aber meine Milch scheint ihn nie ganz zufrieden zu stellen... er scheint immer nicht satt zu werden, jedes Mal nur kleine Milchmengen zu trinken (da ich nur wenig Milch habe) und deshalb schnell wieder hungrig zu sein.
Kann es sein, dass ich einfach nicht mehr genug Milch bilde, wegen des damals fast Abgestillt-habens?
Könnte meine Milch "schlecht" sein, d.h. nicht genug gehaltvoll? Ich war nämlich magersüchtig, was zwar überwunden ist - aber ich schaffe es noch immer nicht jeden Tag ausreichend zu essen.

Ein Problem: Mein Sohn verweigert inzwischen absolut die Flasche! Er lässt sich durch nichts dazu bewegen, diese nochmal zu nehmen! D.h. ich MUSS stillen!?
Ich habe mich wirklcih schon viel informiert z.b. über Möglichkeiten zur Steigerung der Milchbildung, Nähebedürfnis statt Hunger u.s.w. Aber oft saugt mein Baby einfach verzweifelt und es kommt keine Milch mehr, meine Brust ist dann auch sehr weich...
Was kann ich nur tun? Ich kann das so nicht länger aushalten und fühle mich überfordert, auch depressiv!
Ich bitte sehr um Hilfe!
Vielen Dank im Voraus.


P.S. Mein Sohn wiegt ca. 8,5 kg und ist ca. 65cm gross (Geburt 3980g und 53cm). Als er damals die Flasche bekam, schlief er bis 8 h nachts durch (d.h. er KANN durchschlafen)! Das wäre jetzt undenkbar... ich muss ihn JEDE Nacht mindestens 5-6 Mal Stillen!

Anonym

Antwort vom 30.07.2004

Hallo, ich kann Ihnen zuerst einmal raten Hilfe von außerhalb zu suchen. 1. eine psychol. Beratungsstelle, die einem oftmals alleine durch zuhören helfen. 2.Bei Ihrem Hausarzt/betreuendem Arzt sollten Sie sich für ein paar Tage eine Haushaltshilfe verschreiben lasen, (es reichen morgen ein paar Std.), damit Sie sich etwas erholen können, denn es hilft niemanden, wenn Sie einen Zusammenbruch haben.
Von der Firma Medela gibt es ein Brusternährungsset(Apotheke) in einem Behälter wird Ersatzmilch gefüllt und über einen Schlauch zur Brustwarze geleitet. Vorteil-Sie brauchen keine Flasche, Ihr Sohn bekommt mehr Milch und ist länger satt.Nachtei- es braucht ein bißchen Zeit, die Schläuche zu fixieren und ungeduldige Kinder reißen sie durch rumfuchteln manchmal ab.
Homöopathie: Schüsslersaze -Silicea D12 bei allen Mangelzuständen morgs.10 Tabl in ein Glas mit Wasser auflösen und schluckweise trinken.
Nun schauen Sie was Sie umsetzten können, aber das Ernährungsset ist vorersteinmal die schnellste Hilfe. Auch haben ie Anspruch auf Hebammenhilfe vor Ort -2 Stillberatungen bis zum Ende der Stillzeit.
Sie dürfen sich aber auch jederzeit wieder bei uns melden.

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