Themenbereich: Stillen allgemein

"abstillen bei zu wenig Milch?"

Anonym

Frage vom 16.08.2004

Hallo liebes Team,
da ihr mir schon sehr in meiner Schwangerschaft geholfen habt, wend ich mich nun noch mal an euch.
Mein Sohn ist nun 10 Wochen alt und bisher habe ich ihn voll gestillt. Seit ein paar tagen füttere ich ihm abends nach dem stillen noch eine Flasche weil ich der meinung war, er wird nicht mehr satt. Aus dieser Flasche trinkt er dann noch mal im Cshnitt zwischen 100-150ml. Erst dann schläft er tief und fest. Nun fängt er auch an, tags über alle 1-1,5Std. an der Brust trinken zu wollen und schläft auch sehr schlecht. Ich habe das gefühl er wird nicht satt. Wenn ich mal abpumpe, bekomme ich lediglich 50 ml aus beiden seiten, und wenn ich meinen Sohn vor und nach der stillmahlzeit wiege sind es ledioglich 70 g mehr. Sollte ich lieber abstillen, damit mein sohn einen Rythmus bekommt und auch ruhiger schlafen kann? Ich trinke nun schon 3l am tag und auch milchbildungstee, Malzbier, etc.

Anonym

Antwort vom 16.08.2004

-Wahrscheinlich hat Ihr Sohn einen Wachstumsschub, der häufig zwischen 10 und 12 Wochen auftritt. In diesem Fall haben Sie nicht weniger Milch als vorher, sondern Ihr Sohn braucht plötzlich mehr Milch. Aus diesem Grund trinkt er sehr häufig und regt damit die Milchbildung an. Wenn ihr Sohn tagsüber alle 1 1/2 Stunden trinkt und Sie bei einer Stillprobe 70 ml ermittelt haben, bekommt er sehr viel Muttermilch am Tag und ein Zufüttern ist nicht nötig. Während der Wachstumsschübe, die einige Tage anhalten können, sind die Kinder meistens sehr unruhig und Nähebedürftig. An solchen Tagen ist es am besten, alle Termine abzusagen, Geduld zu bewahren, ausgiebigen Körperkontakt mit dem Baby zu haben und ganz häufig zu stillen. Das häufige Stillen regt die Milchbildung am besten an. Trinken Sie nach Ihrem Durstgefühl und nicht über Ihren Durst hinaus, denn das kann die Milchbildung hemmen. Massieren Sie Ihrem Sohn die Gelenke mit Massageöl, baden Sie mit ihm und versuchen Sie, sich selbst zu entspannen in den kleinen Stillpausen. Nehmen Sie Kontakt mit einer Hebamme oder Stillberaterin vor Ort auf, die Sie beim Weiterstillen unterstützt. Ihr Kind muss mit 10 Wochen noch keinen festen Rhythmus haben. Stillkinder haben ihren eigenen Rhythmus, der sich häufiger verändert. Wichtig ist, dass Sie in dieser anstrengenden Phase des Stillens Unterstützung finden und ihre Stillfähigkeit nicht in Frage stellen. Nach einigen Tagen ist der Wachstumsschub überwunden, und es kehrt wieder ein angenehmerer Rhythmus ein.

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