Themenbereich: Babyernährung allgemein

"Kind trinkt nur Milch"

Anonym

Frage vom 17.08.2004

Hallo,
meinSohn ist fast sieben Monate alt und wiegt bei einer Größe von 67 cm 7200g. Er ist wohlproportioniert. Mit 5 Monaten bin ich mit Beikost angefangen und habe die Muttermilch außerdem langsam durch Hipp HA 2 ersetzt. Mit der Beikost hat sich mein Sohn erst sehr schwer getan, inzwischen klappt das Essen vom Löffel aber gut. Das Problem ist, dass er sowohl vom Gläschen wie auch vom Brei maximal eine halbe Portion schafft. Daher gebe ich ihm anschließend noch die Flasche, wovon er mal mehr und mal weniger trinkt und manchmal auch die ganze Flasche (180ml). Wie kann ich ihn dazu bringen mehr zu essen, so dass ich ihm keine Flasche anschließend geben muß? Des weiteren habe ich jetzt gehört, dass 2er-Folgemilch gar nicht gut sein soll. Soll ich einfach auf 1er-Folgemilch umstellen? Und wielange muß ich überhaupt HA-Nahrung geben (mein Mann und ich haben beide Heuschnupfen)? Außerdem weigert sich mein Sohn beharrlich irgendetwas anderes als Milch zu trinken. Selbst bei Hitze. Ich habe es schon mit Fencheltee, Saft, Karottensaft und Wasser versucht. Alles zwecklos. Muß ich einfach Geduld haben, bis er auch Wasser trinkt?
Vielen Dank für Ihre Bemühungen! Gruß Elke

Anonym

Antwort vom 17.08.2004

Es ist völlig in Ordnung, wenn ihr Sohn noch nicht eine ganze Portion schafft. Füttern Sie ihm so viel, bis er den Breilöffel verweigert und loben Sie ihn dafür. Mit der Zeit wird sich die Breimenge von selbst steigern. Die HA 2- Nahrung enthält neben Milchzucker (Lactose), die Zuckerart, die auch in der Muttermilch enthalten ist, noch weitere Zuckerarten, um das Kind zu sättigen und die Pausen zwischen den Mahlzeiten zu verlängern. Am besten ist es, zusätzlich zur Beikost eine Milchnahrung zu füttern, die der Muttermilch am meisten angepasst ist (z.B. eine Pre-Nahrung). Vielleicht isst der Kleine mehr Brei, wenn die Milchnahrung nicht mehr so stark sättigt. Achten Sie beim Kauf von Milchpulver und Fertignahrung immer auf die Zutatenliste und weniger auf die Altersangabe auf der Packung. Je weniger Zutaten die Gläschen und Breie und je weniger Zuckerstoffe das Milchpulver enthält, desto besser ist die Nahrung für ihr Kind. Fragen Sie bitte Ihre Kinderärztin/Arzt, wie lange Sie die HA-Nahrung füttern sollen. Das Trinken aus dem offenen Becher oder der Trinktasse können Sie bei jeder Mahlzeit mit Ihrem Sohn üben. Wahrscheinlich reicht ihm zunächst noch die Flüssigkeit aus der Breinahrung und der Milch aus der Flasche. Das Trinken anderer Flüssigkeiten wird er ebenfalls mit der Zeit beherrschen. Lassen Sie Ihrem Sohn viel Zeit und bleiben Sie ganz geduldig, denn er macht es mit der Beikost schon ganz gut. Versuchen Sie, jeglichen Stress im Zusammenhang mit dem Essen zu vermeiden und vergleichen Sie Ihren Sohn nicht mit anderen Kindern, die vielleicht schon mehr Beikost zu sich nehmen. Jedes Kind hat sein eigenes Tempo.

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