Themenbereich: Stillen allgemein

"Vermeidung von Milchstau beim Pumpen"

Anonym

Frage vom 11.09.2004

Liebes Hebammenteam,
Habe ein paar quälende Fragen, möchte unbedingt mein Kind 6 Monate mit Muttermilch ernähren.
Isabella ist jetzt 7 Wochen alt und ich pumpe seit 6 Wochen ab.
Meine Probleme sind Hohlwarzen und noch dazu sehr empfindliche, habe nach 1-2 mal Anlegen sofort wunde, blutige uns sehr schmerzhafte Brustwarzen, die dann tagelang nicht verheilen, der Versuch mit Stillhütchen verschlimmerte alles nur. Dann bekam ich eine Mastitis und habe mich fürs Abpumpen entschieden und habe entgegen vielseitigen Rates nicht abgestillt. Habe mit meiner Nachsorgehebamme alle möglichen Positionen ausprobiert, immer wieder unter Aufsicht angelegt,... Habe nun eine Symphonie von Medela und mein Problem ist, dass ich immer wieder einen teils mit leichten Temperaturen teils nur sehr schmerzhaften Milchstau bekomme. Vor allem wenn die Pumpabstände zu groß sind. Isabella schläft ca. 7 h nachts, wenn ich nicht zwischenpumpe habe ich sofort eine Milchstau.
Meine Nachsorgehebamme hat mir empfohlen dann die jeweilige Brust leer zu pumpen und sonst im Wechsel eine leer pumpen, die andere anpumpen. Dadurch produziere ich wahnsinnig viel Milch.
Ist es notwendig die Brust leer zu pumpen?
Wie kann ich die Milchmenge reduzieren, wie einen Milchstau sonst noch vermeiden?
Waere sehr dankbar für Tipps.
Vielen Dank, Eva

Anonym

Antwort vom 11.09.2004

Hallo, wichtig ist beim Stillen immer die Regelmäßigkeit! Am liebsten mag die Brust alle 3 spät. 4 Stunden entleert werden.
Da Sie sehr viel Milch haben sollten Sie zum einen die Brust vor dem Pumpen wärmen( dann fließt sie besser) und nach den Pumpen mit Quarkwickeln kühlen. Oft reicht es dies 1-2 Tage zu machen und es wird weniger produziert.
Sie sollten auch nicht eine Seite pumpen und dann die Andere noch anpumpen(das regt an). Pumpen Sie eine Seite so lange, bis genügend Milch fürs Kind da ist UND alle Stellen der Brust WEICH sind und keien harten Stellen mehr da sind.
Beim nächste Pumpen kommt die andere Seite dran. Wenn Sie beim Pumpen der linken Brust, den rechte BH öffnen und die überflüssige Milch ausfließen lassen (evt. leicht ausstreichen, ohne Brustwarzenmanipulation!!!), dann ist auch diese Seite hinterher nicht übervoll.Danach auf beide Seiten Quarkwickel, bis zum nächsten Pumpen. Pro Brust brauchen Sie 250g Quark.
Leer ist eine Brust nie, da beim Pumpen/Stillen neue Milch produziert wird.Somit können Sie eh nicht leer pumpen- pumpen Sie die Menge, die Sie brauchen.
Sie können auch noch mit Salbeitee 2-3 Tassen am Tag die Milchmenge reduzieren. Aber Achtung, dass Sie nicht zuviel reduzieren. Probieren Sie ersteinmal die Wirkung des Quarks.
Auch das homöop. Mittel Phytolacca, kann die Milchmenge reduzieren.

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