Themenbereich: Stillen allgemein

"Unterstützung der Milchbildung"

Anonym

Frage vom 14.09.2004

Hallo! Meine Tochter ist 9 Wochen alt, hatte ein Geb.gew. von 3340g und wiegt jetzt 3740g. Sie schläft nachts von 22.30 bis 7.30. Tagsüber schläft sie kaum und trinkt alle 2-3h. Muss ich zufüttern? Welche Tips gibt es zur Unterstützung der Milchbildung? Kann man auch zuviel Stilltee trinken? Vielen Dank

Anonym

Antwort vom 14.09.2004

-Sie sollten sich unbedingt an eine Hebamme oder Stillberaterin vor Ort wenden (www.stillen-info.de), die Sie zum weiteren Vorgehen beraten kann. Sie kann sich den Verlauf einer Stillmahlzeit anschauen und evtl. Tipps zur Verbesserung geben. Vielleicht müssen Sie bei jeder Mahlzeit länger stillen, damit Ihre Tochter ausreichend von der fettreiche Hintermilch trinkt. Nach Ihrer kurzen Schilderung erscheint die Gewichtszunahme sehr gering, was aber keinesfalls sofort zum Zufüttern oder Abstillen führen muss, ganz im Gegenteil. Wichtig ist, dass die Kleine gut gedeiht. Das gute Gedeihen ihrer Tochter erkennen Sie neben der Gewichtsentwicklung an folgenden Merkmalen: Sie hat vier bis sechs nasse Windeln am Tag, und der Urin ist hell und geruchlos. Ihre Stühle stinken nicht (Stillkinder müssen nicht täglich Stuhlgang haben. Der Stuhlgang kann auch mal mehrere Tage auf sich warten lassen). Ihre Tochter saugt effektiv an der Brust und schluckt hörbar. Die große Fontanelle ist nicht eingesunken. Ihre Tochter ist rosig und ihr Körper warm. Neben unterschiedlich langen Schlafphasen ist sie wach und reaktionsfreudig, macht insgesamt einen zufriedenen Eindruck und lässt sich durch verschiedene Maßnahmen beruhigen. Es ist ausreichend, wenn Ihre Tochter mindestens 115 Gramm in der Woche zunimmt, ausgehend vom niedrigsten Gewicht nach der Geburt. Wenn diese Merkmale zutreffen, können Sie sicher sein, dass sie prima gedeiht. Sie können sich für die nächsten sechs Wochen eine Babywaage in der Apotheke ausleihen und ihr Gewicht einmal in der Woche kontrollieren. Trinken Sie immer nach Ihrem Durst und nicht darüber hinaus, denn das kann tatsächlich zur Reduzierung der Milchmenge führen.

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