Themenbereich: Schwangerschaft allgemein

"Schädigung des Kindes durch Medikamente in der Schwangerschaft?"

Anonym

Frage vom 17.10.2004

Hallo. habe zwei Fragen zum Thema Gesundheit:
Habe ungefähr in der 5.SSW wegen einer Entzündung im Rücken diverse Medikamente eingenommen. Leider wusste ich zu der Zeit nichts von der Schwangerschaft, ich war einmal beim Röntgen, habe eine Woche lang Cortisonspritzen bekommen. Habe zu Beginn der Behandlung mit ASS ratiopharm und Ibuprofen genommen, habe vom Arzt dann Diclofenyc und Novalgin bekommen- gegen Ende so nach 2,5 wochen kam noch Tetrazepam als Muskelrelaxans dazu. Mein Frauenarzt meint zwar, ich sollte mir keine Sorgen machen, aber da ich die ´Medikamente nun doch oft genommen habe, mache ich mir viele Gedanken. Bin nun in der 15. SSW. Habe mal gelesen, das so etwas auch zu geistigen Behinderungen führen kann. Ich weiss zwar auch von dem "alles oder nichts"_Prinzip, aber trotzdem wollte ich gerne nochmal Ihre Meinung dazu hören. Gibt es auch eine Untersuchung, mit dér man eine ( geistige )Behinderung durch die Medikamente feststellen kann ?
Weiterhin habe ich vor ein paar Tagen eine Amnioszentese durchführen lassen, da ich schon 35. J. bin, bei der Einführung der Nadel ist mir aufgefallen, das nicht die ganze Zeit eine Ultraschallbild vorhanden war. Es wurde aber vorher gemacht und auch diverse Messungen. Erst nachher hat der Arzt nochmals per Ultraschall nachgeschaut. Kann das Baby da irgendwie durch die Nadel verletzt worden sein ? Was könnte dadurch passieren ?
Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen

Antwort vom

Hallo, eine geistige Behinderung läßt sich nicht nachweisen, wenn sie nicht durch offensichtliche Schäden des Gehirns sichbar ist. Eine Behinderung des Kindes ist immer möglich. Sie können Krankheit durch keine Untersuchung völlig ausschließen. Die meisten Krankheiten und Behinderungen treten aber immer noch nach der Geburt auf (z.B. durch Unfälle). Es bringt Sie absolut nicht weiter, wenn Sie sich ausmalen was alles schlimmstenfalls passieren kann und wie es möglicherweise festzustellen wäre. Auf Ihre zweite Frage müßte ich Ihnen antworten, dass es theoretisch möglich ist, dass das Kind mit der Nadel verletzt wird und auch dass es möglich ist, dass eine Fehlgeburt in Folge einer Amniocentese auftritt. Ich nehme an, der Arzt hat Ihnen das auch vor der Untersuchung schon gesagt. Was bringt Ihnen also diese Antwort? Was das für Sie speziell heißt, kann Ihnen doch niemand sagen. Mit jedem Schritt, den Sie unternehmen um Sicherheit zu erlangen, gehen Sie neue Unsicherheiten ein oder erfahren Dinge, die Sie weiter verunsichern, weil es letztendlich weder Sicherheit noch eine Garantie gibt. Durch die Konzentration auf das Risiko bringen Sie sich um die schönen Seiten des Lebens und die freudige Erwartung. Sicherheitsgefühl ist nichts was Ihnen jemand von außen geben kann, Sie können es höchstens für sich selbst erfahren. Hilfreich könnte sein, wenn Sie sich darauf konzentrieren wie Ihr Bauch wächst oder Ihr Baby sich bewegt, jedenfalls etwas was Sie selbst betrifft und das Sie selbst merken können. Sie können auch eine Hebamme in Anspruch nehmen, die Sie unterstützt und berät.
Alles Gute, Monika

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