Themenbereich: Schlafen

"Kind will tagsüber nicht schlafen"

Anonym

Frage vom 20.10.2004

Hallo,

ich habe ein 3 Monate altes Baby und ich bekomme ihn Tags über selten zum schlafen. (Nachts schläft er zum Glück durch.) Und wenn ich es dann mal schaffe hat es sehr lange gedauert ihn dazu zu bringen und oft ist er dann schon nach wenigen Minuten wieder wach und schreit. Dabei ist er immer so müde, reibt sich die Augen und gähnt.
Wenn er wach wird quält ihn meisten sein Bäuerchen. Ich versuche dann sein Bäuerchen raus zu kriegen. Meistens hilft die Bauchlage bei ihm. Auf die Schulter legen hilft nicht immer gut. Ich könnte daran verzweifeln. Lefax mische ich ihm immer bei, aber scheinbar selten mit Wirkung. Wenn ich ihn dann wieder schlafenlegen will, tue ich das vergebens.
Kommt es ganz schlimm, spuckt er durch das Bäuerchen die Milch aus. Was bedeutet, dass er dann wieder nicht schlafen kann weil er Hunger hat. Und das ist nicht gerade selten. Es ist ein elender Teufelskreis. Ich könnte heulen.
Manchmal wird er auch wach, weil er sieht, ich liege nicht mehr neben ihn. Wenn er nämlich nicht gut schlafen kann lege ich ihn tagsüber gerne ins Ehebett. Aber auch nur dann wenn er in seinem Stubenwagen absolut nicht schlafen will. Ich hole ihn meistens da raus wenn er nach einer viertel Stunde keine Ruhe gegeben hat. Ist es eigentlich gut, wenn er so wenig schläft? Wahrscheinlich nicht oder?
Oft ist er dann irgendwann so müde, dass er total überdreht ist und ganz ohne Grund und ohne dass ich ihn beruhigen kann schreit. Meine Nerven machen das nicht mehr mit.
Die ganzen Tipps die in der Eltern auf geführt sind helfen nur bedingt. Ich habe alles schon seit der Geburt ausprobiert. Und zwar peinlichst genau. Und laut der Eltern sollte in ca. einer Woche eine Besserung eintreten.
Wenn er aus dem Stubenwagen rausgewachsen ist, kaufen wir ihm sein Bett und richten sein Zimmer ein. Wie gewöhne ich ihm am besten an sein Bettchen? Spätestens zu diesem Zeitpunkt fängt das Theater mit dem Schlafen ja wieder an.
Mein Haushalt lässt durch das alles zu wünschen übrig. Und wenn der nicht ok ist, fühle ich mich schlecht. Da kann ich mich nicht ausruhen. (Mein Partner hat eine Baufirma und kann deshalb nicht mithelfen.)
Welcher Weg ist der beste einen Baby das Schlafen bei zubringen? Mit Meckern lassen tue ich mich schwer. Ich bin mir halt nicht sicher, ob das Spätfolgen haben kann. Und mit umherschleppen tue ich mich auch schwer. Daran möchte ich ihn nicht gewöhnen. Schließlich wird er immer schwerer und oft mag er das Im Arm halten auch gar nicht. Er macht sich dann immer ganz steif und will sich weg schieben.
Ich brauche dringend ein Konzept an dem ich mich sicher halten kann. Weil in jeder Zeitung etwas anderes steht, weiß ich auch schon gar nicht mehr was eigentlich gut für ihn ist. Bitte helfen Sie mir!!!

Mit freundlichen Grüßen

Anonym

Antwort vom 20.10.2004

Hallo, wenn Ihr Kind nachts durchschläft ist es nicht so verwunderlich wenn er tagsüber wach sein will.Wenn er viele Stunden in der Nacht schläft ist sein Schlafbedürfnis einfach weitestgehend befriedigt. Das das anstrengend ist, ist klar aber ich fürchte da müssen Sie durch.Das Lefax würde ich versuchsweise mal weglassen. Es macht schon Sinn wenn ein Körper Gase loswerden will, die nicht in den Organismus gehören und mit Lefax werden diese im Körper aufgelöst und verbleiben da.Wenn Ihnen Ihr Mann nicht helfen kann sollte es vielleicht jemand anderes tun, damit Sie sich ein bisschen erholen können. Denn wenn Sie sich so erschöpfen fehlt Ihnen die Kraft für diese wirklich anstrengende Kindererziehnung.Gibt es keine Großmutter die mal ne Stunde mit dem Kind spazierengehen könnte? In ein paar Wochen wird diese Situation wahrscheinlich eh von alleine besser, wenn Ihr Kind mehr kann und sich die Zeit besser vertreiben kann. Meist sind Kinder auch vor Entwicklungsschüben so unausgeglichen und wenn der Schub gelaufen ist werden sie wieder zufriedener.Solange ist es am Besten zu respektieren das er zur Zeit tagsüber nicht schlafen will das kostet weniger Kraft wie es stundenlang jeden Tag zu versuchen und dann nur frustriert zu sein über das Scheitern. Mit dem neuem Bett- legen Sie Ihn einfach rein, meist braucht es gar nicht so einen wissenschaftlichen Akt wie Ihnen die Ratgeber vermittlen. Gehen Sie einfach mit gesunden Menschenverstand und Liebe ran . Gruß Judith

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