Themenbereich: Abstillen

"abstillen in der Nacht mit 8 Monaten"

Anonym

Frage vom 14.11.2004

mein sohn timo bekommt tagsüber keine brust mehr seitdem er 6 monate alt ist.damals gab es eine stillverweigerung und er hat problemlos beikost akzeptiert.er trinkt nicht aus der flasche,er bekommt flüssigkeit aus einem normalen becher.nachts ist es so,dass er 1 1/2 std nach dem schlafenlegen erstmalig aufwacht um am busen zu nuckeln,und dieses nuckeln zieht sich die ganze nacht über hin alle 30-60minuten.bekommt er keine brust schreit er so heftig dass mir ganz anders wird und die 2jährige tochter aufwacht.
ich will diese nuckelei beenden, aber wie?
er bekommt am abend einen grießbrei und scheint dann auch recht satt zu sein,aber doch habe ich in der nacht angst,wenn er so zu schreien anfängt weil ich ihm den busen nicht geben will,dass er vielleicht doch hunger haben könnte und gebe dann doch wieder busen.aber ich will nicht mehr,ich habe mein stilllimit erreicht und will definitiv abstillen.biete ich timo nachts die flasche mit tee oder babymilch an,.verweigert er sie.aber wie gewöhne ich ihm ab,1. nachts aufzuwachen und 2.nachts am busen zu nuckeln? mein mann hat es auch schon versucht ihn beim aufwachen zu beruhigen aber er schreit so viel dass ich dann doch meistens nachgebe aus angst, die schwester wird wach bzw weil ich so müde bin dass ich mir denke, da hast du den busen aber lass mich schlafen. was ja nicht stimmt, denn schlafen kann ich so oder so nicht aber das schreien tut mir halt so weh.
ach, ich bereue schon überhaut mit stillen angefangen zu haben weil das abstillen so ein kampf ist.wie bekomme ich den kleinen nachts nur vom busen weg?hört er irgedwann von selber auf? aber mir wäre es das liebste er könnte sofort drauf verzichten

Anonym

Antwort vom 14.11.2004

Hallo, das ein Kind mit 8 Monaten alle 30-60 Min. die Brust braucht, ist sicherlich kein Zustand und Sie haben Recht ihn zu ändern. Allerdings ist die Frage, ob Sie gleich auf Null runterfahren, oder 1-2 Stillmahlzeiten akzeptieren und die anderen Male die Nerven haben die Brust zu "verweigern". Ohne Geschrei werden Sie nicht auskommen. Es stoßen 2 Meinungen/Wünsche aufeinander. Ihrer: sofort mit dem Stillen aufzuhören und der Ihres Sohnes nichts an dieser für ihn wunderbaren Situation zu ändern. In diesem Alter ist Brust viel mehr als Essen- Liebe, Geborgenheit, Schutz, Trost bei schlechten Träumen, aber auch Gewohnheit und all dies ist Brusttrinken für ein Kind- wer will das schon ohne Kampf aufgeben.
Sie sehen es ist nicht ganz einfach. Ich kann Ihnen nur aus Erfahrung mit meinen Stillkindern empfehlen, konseqent nein zu sagen, das Kind auf den Arm nehmen, ihm Trost und Geborgenheit geben, erklären, dass er kein Kleines mehr ist und nicht mehr dauernd Brusttrinken muß. Es dauert sicher ein bißchen Zeit und vielleicht kann Ihr Mann sich um die Tochter kümmern, aber Ihr Sohn schläft wieder ein und oft kommt er dann schon von sich aus seltener oder die nächste Schreiaktion wird kürzer. Entweder Stillen Sie ihn dann noch von einer von Ihnen festgelegten Zeit oder Sie bleiben dabei und stillen komplett ab.
Die nächste Nacht wird 100% schon ruhiger und meistens ist in der 3. Nacht der Schlaf gesichert. Wichtig ist das Kind nicht alleine zu lassen und dass Sie standhaft bleiben, denn die Kinder merken 1. Ihr schlechtes Gewissen oder 2.ob Sie kurz davor sind aufzugeben und wenn die Kinder es geschafft haben, die Mutter rumzukriegen vergessen sie es nicht so schnell...

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