Themenbereich: Stillen allgemein

"Nicht genügend Nährstoffe in der Muttermilch ?"

Anonym

Frage vom 24.11.2004

Hallo, mein Sohn ist fast 3 Wochen alt. Obwohl es mit dem Stillen klappt (zumindest technisch gesehen), hat er sein Geburtsgewicht nicht mehr erreicht, und ich muss zufüttern. Ich finde es merkwürdig, da er ja trinkt. Kann es sein, dass die Mutermilch nicht genügend Nährstoffe hat. Wo könnte ich es prüfen lassen?

Anonym

Antwort vom 24.11.2004

Hallo es ist höchst unwahrscheinlich, dass die Milch von der Qualität schlecht ist, manchmal liegt es daran, dass die Kinder nicht korrekt angelegt werden, z.B. dass sie beim Saugen nicht Bauch an Bauch liegen, dass sie zwar trinken, aber nicht gedeihen.
Es kann aber auch sein, dass wenn er eine Stillmahlzeit mehr hätte z.B. im Moment trinkt er alle 4h, er besser zunehmen würde,wenn Sie Ihn nach 3 Stunden wecken. Bei einer Frau, wo das Kind auch nicht richtig zunahm, empfahl ich, nach dem Stillen beide Brüste noch abzupumpen und die abgepumpte Milch nachzufüttern und innerhalb 2 Wochen war eine deutliche Gewichtszunahme, die dann auch das Pumpen erübrigte.
Eine weiter Möglichkeit, wäre ein Brusternährungsset(Firma Melela). In einen Behälter wird Ersatzmilch gefüllt, der über einen Schlauch mit der Brustwarze verbunden ist, wenn das Kind an der Brust saugt, wird sowohl Milch aus dem Ernährungsset "gespendet" , als auch aus der Brust. Somit wird die Brust weiter gut angeregt und das Kind bekommt genügend Nährstoffe.
Haferflocken, Getreidekaffee, Malzbier, alkoholfreies Weizenbier(sehr milch-bildend!!!)und Milchbildungstee, können unterstützend gegessen und getrunken werden. Homöopathisch kann Silicea D12 als Schüsslersalz helfen.
Sie haben aber in disem Alter noch Anspruch auf HEBAMMENHILFE in Form von Nachsorge und zwar bis 8 Wochen nach der Geburt und danach noch Anspruch auf Stillberatung. Suchen Sie eine stillerfahrene Hebamme, die Sie weiterhin POSITIV unterstützt! Immer wieder mache ich die Erfahrung, dass auch nach 3 oder 4 Wochen ein vollstillen möglich ist, auch wenn es Anfangs nicht 100% klappte. Aber die Frauen brauchen Unterstützung.

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