Themenbereich: Vorsorgeuntersuchungen

"welche Priorität bei der Arztwahl?"

Anonym

Frage vom 16.12.2004

Hallo Judith, vielen Dank für Ihre Antwort.
Natürlich habe ich schon über einen Arztwechsel
nachgedacht. Mein Problem ist aber leider etwas
schwerwiegender. Ich habe im Februar diesen Jahres
meinen zweiten Sohn tot zur Welt gebracht.
Nabelschnurumwicklung in der 38. Woche.
Dieser Verlust hat tiefe Wunden bei mir hinterlassen.
Bei meiner jetzigen Schwangerschaft wollte ich daher
die Priorität auf gute Vorsorgegeräte legen und habe
deshalb zu Beginn meiner Schwangerschaft zu diesem Arzt gewechselt. Ich bin inzwischen sehr verunsichert, ob diese Entscheidung richtige gewesen ist. Der Arzt ist unpersönlich und in seinen Formulierungen brutal und knapp. Fragen werden nicht gerne beantwortet und das gesamte Verhältnis
ist unterkühlt. Seine Geräte dagegen gelten als vorbildlich. Alle 3 Wochen Vorsorge, immer Ultraschall und auch ein 3 D Gerät ist vorhanden.
Was ist nun wichtiger für mein Wohlbefinden und damit auch für das Wohlbefinden des Babys?
Die Geräte zur Vorsorge oder die persönliche Betreuung duch den Arzt des Vertrauens?
Was ist richtig?
Zur Zeit tendiere ich zum Arztwechsel, bin aber stets
verunsichert, da ich das Richtige tun möchte.
Wo würden Sie die Priorität setzen?
Wie sehen Sie die Situation als Hebamme?
Vielen Dank für Ihren Rat.
Gruss

Anonym

Antwort vom 16.12.2004

-Hallo,ich glaube, dass eine Kombination aus guten Geräten, die für Sie natürlich wichtig sind und einem Arzt dem Sie vertrauen können das optimale wäre. Ist dieser Arzt denn der einzige,der Ihnen bekannt ist, der Sie so engmaschig und immer mit Ultraschall betreuen würde? Ich weiß von anderen Frauen, die Ihre Kinder so tragisch verloren haben, dass die Gynäkologen sehr entgegenkommenden waren wenn es um den Ultraschall ging. Haben Sie Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe? Auch wenn das für Sie nicht das Richtige wäre können Sie da sicher einen RAt bzgl. eines Arztes bekommen. Die besten Hilfen bekommt man ja meist von denen die ähnliches erleben mussten und in einer solchen Gruppe sind sicher auch Frauen, die ähnlich viel Wert auf engmaschige Untersuchen legen wie Sie und auch wissen, welche Ärztin/Arzt das mit Respekt und Würde macht.Wichtig fände ich auch, dass Sie sich gleichzeitig auch von einer Hebamme betreue lassen, die Sie durch die Schwangerschaft begleitet und Ihnen hilft diese gut zu durchleben. Die Kosten werden von den Krankenkassen getragen. Vielleicht weiß eine Hebamme aus Ihrer Stadt auch einen achtsamen Arzt, der auch über das technische Knowhow verfügt das Ihnen wichtig ist.Ich nenne noch für den Fall, dass Sie keine Selbsthilfegruppe kennen eine Adresse, Die Initiative Regenbogen e.V. dürften Sie im Internet finden und da dann auch mit örtlichen Ansprechpartnern, gerne können Sie sich auch hier in der Sprechstunde wieder melden, wenn das alles nicht das ist was Sie brauchen. Gruß Judith

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