Themenbereich: Geburt allgemein

"Welche Vorsorgeübungen sind zu empfehlen?"

Anonym

Frage vom 25.01.2005

Ich erwarte mein 2. Kind und bin in der 15. Woche schwanger. Die erste Entbindung war kurz (3 stunden), aber dafür sehr heftig. Meine Tochter mußte trotz heftigster Presswehen mit der Saugglocke geholt werden, da sich der Muttermund nicht ganz geöffnet hatte. Jetzt hat man bei mir eine starke Gebärmuttersenkung festgestellt. Ich soll mich schonen, bekomme einen Pessar angepasst und muß voraussichtlich mit Kaiserschnitt entbinden. Außerdem meinte die Ärztin in der Notaufnahme (nicht meine Frauenärztin), in diesem Fall würde die Gebärmutter - ohne Schwangerschaft - sofort entfernt werden. Gibt es eine Möglichkeit über Beckenbodengymnastik oder sonstige Übungen für eine Entlastung während der Schwangerschaft zu sorgen und gibt es Informationen über diese anscheinend seltende Komplikation in der Schwangerschaft?

Anonym

Antwort vom 26.01.2005

-Hallo, was man Ihnen da erzählt hat ist so ungeheuerlich das es mir fast die Sprache verschlägt. Die Zusammenhänge die Sie nennen sind mir nicht nachvollziehbar. Eine Gebärmuttersenkung kann weder durch ein Pessar aufgehoben werden noch ist es eine Indikation für einen Kaiserschnitt und absolut kein Grund die Gebärmutter zu entfernen. Dieses Krankenhaus würde ich großräumig umfahren. Ein Pessar wird in der Regel bei dem Verdacht auf eine Schwäche im Gewebe des Gebärmutterhalses gebegen, um diesen zu stützen damit es nicht zu einer vorzeitigen Eröffnung des Muttermundes kommt. Dafür wäre dann auch körperliche Schonung das Mittel der Wahl. Diese "Komplikation" der Senkung ist eine sehr häufige, viele Zweit- und Mehrgebärende haben eine Senkung. Mit Beckenbodenübungen sind Sie sehr gut beraten und die sollten Sie auch wirklich ernsthaft machen. Sie finden in gut sortierten Buchhandlungen zahlreiche Bücher darüber. Entlastend für Ihren Beckenboden wäre es, wenn Sie vermeiden könnten schwere Dinge zu tragen, und grundsätzlich beim Tragen sich darum bemühen würden den Beckenboden anzuspannen damit er nicht zusätzlich belastet wird. Sprechen Sie auf alle Fälle mit Ihrer Ärztin über die ungeheuerlichen Aussagen dieser Frau in der Notambulanz und ich würde es ernsthaft in Erwägung ziehen in ein anderes Krankenhaus zur Geburt zu gehen. Gruß Judith

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