Themenbereich: Abstillen

"abstillen wegen Fluconazol-Einnahme nötig?"

Anonym

Frage vom 19.02.2005

Liebes Hebammenteam,
mein Sohn ist jetzt 7 Wochen alt. Vor ca. 4 Wochen begannen meine Schmerzen beim Stillen. Vor 2 Wochen schickte die Hebamme einen Abstrich in ein Labor. An meinen Brüsten wurde Candida (Soor) festgestellt. Im Mund meines Sohnes fanden sich keine Pilze. Der Kinderarzt konnte auch nichts bei ihm feststellen und verschrieb uns Mykoderm-Mundgel. Hat mir aber nicht geholfen (Habe die Brustwarzen immer eingerieben). Auch Borax 200 brachte nur ein paar Tage Linderung. Nun hat mir meine Frauenärztin gestern Fluconazol AbZ 150 mg Hartkapsel (eine) mitgegeben. In dem Beipackzettel steht aber ausdrücklich, dass Stillende diese Tablette nicht nehmen dürfen oder vorher abstillen müssen. Meine Ärztin sagte, die Tablette soll abends nach der letzten Stillmahlzeit genommen werden. Ich bin nun aber sehr skeptisch und habe überlegt eventuell nach Eínnahme der Tablette die Milch abzupumpen und zu vernichten. Nur wie lange muß ich das machen ? Die Ärztin meint, daß eine Besserung innerhalb einer Woche auftreten müßte. Muß ich dann eine Woche die Milch vernichten ? Oder gibt es eine bessere, gesündere Alternative ? Ich bin sehr verzweifelt. Viele (auch der Kinderarzt) raten mir abzustillen aber ich möchte das nicht. Bitte um Hilfe. Danke. Viele Grüße
Tanja

Anonym

Antwort vom 19.02.2005

Hallo, laut meiner Literatur von Prof. med. Spielmann und Dr.med Schaefer: Falle eine systemische Behandlung unumgänglich ist, sollte das Mittel Ketoconazol oder Fluconazol gewählt werden. Diese Mitteldürfen aber keinenfalls als harmlose Wundermittel betrachtet werden, wie sie teilweise in der Literatur beschrieben werden.
Sollte eine Therapie unumgänglichsein, sollte eine (Einzeldosis)Behandlung mit einer Einnahme möglichst abends nach der letzten Stillmahlzeiterfolgen. Eine längere Stillpause mit der Gabe von Flaschenmilch ist nicht zu begründen.

Es besteht für Sie also weder ein Grund zum Abstillen, noch müssen Sie Milch abpumpen und verwerfen.
Sie können als Alternative nochmals mit Borax therapieren, da es ja über kurze Zeit geholfen hatte. Manchmal verbraucht sich das Mittel im Körper und muß dann wieder evt. in einer höheren Potenz eingenommen werden. Auch Naturjoghurt und Knoblauch unterstützen den Körper von innen. Auf alle zuckerhaltigen Produkte (auch Fruchtzucker) vorerst verzichten. Ob es nur mit Homöopathie und Ernährung zu behanden ist, ist allerdings schwer zu sagen.
Abstillen müssen Sie aber auf keinen Fall!

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