Themenbereich: Geburt allgemein

"Nieren-Stent Problem für die Geburt?"

Anonym

Frage vom 18.03.2005

Guten Abend, ich bin in der 38. SSW und hatte in er vergangenen Woche eine Nierenkolik. Jetzt habe ich zwischen beiden Nieren und der Blase je einen Stent gesetzt bekommen. Die rechte Seite war "nur" stark aufgeschwemmt , aber die linke Seite war bereits durch Harnstein verschlossen und diese musste beim legen des Stents wieder geöffnet werden. Die ganze Angelegenheit war sehr schmerzhaft und ist auch jetzt noch recht unangenehm. Ich bin schnell schlapp und fühle mich ganz ausgepowert. Gott sei dank lässt sich unser Nachwuchs wohl noch etwas Zeit, damit ich noch ein bisschen Kraft sammeln kann. Jetzt mein Frage: Ich habe nun sehr große Angst vor der Entbindung und den damit eventuell verbundenen Schmerzen bezüglich der Nieren. Kann es sein, dass ich da bei der Entbindung mit Problemen bezüglich der Nieren rechnen muss? Danke schon mal! Kathrin

Antwort vom 18.03.2005

Hallo, Nierenkoliken gehören zu den schmerzhaftesten Zuständen, die es gibt.
Auch Wehen sind kein Spaziergang, aber im Gegensatz zu den Koliken gibt es Pausen zwischen den Wehen. Durch die Wehen und die Geburt gibt es in der Regel keine Beeinträchtigung der Niere und auch erneute Koliken werden dadurch nicht gefördert. Diese werden nach der Geburt meistens erheblich besser. Durch die jetzt erfolgte Behandlung ist ein weiterer Nierenstau nicht zu befürchten. Es ist sicher gut, dass Sie nun noch etwas Zeit haben sich von den Nierenproblemen zu erholen und auf die bevorstehende Geburt einzustellen. Frauen, die schon mal richtige Schmerzen hatten, wie z.B. bei Nierenkoliken, kommen mit den Geburtsschmerzen meistens weit besser zurecht als Frauen, die intensive Schmerzen gar nicht kennen. Es ist auch noch mal was anderes, ob Sie Schmerzen haben, von denen Sie wissen, dass sie für etwas gut sind im Gegensatz zu unnützen Nierenkoliken. Es könnte gut für Sie sein, wenn Sie sich mit einer freiberuflichen Hebamme über Ihre Ängste aussprechen. Bei der Geburt ja auch noch die Möglichkeiten die Schmerzen zu lindern oder mit einer PDA ganz auszuschalten, egal ob es sich um Geburts- oder Nierenschmerz handelt, wobei letzteres wirklich unwahrscheinlich ist. Die Hebamme kann dann auch die Wochenbettpflege nach der Klinikentlassung bei Ihnen durchführen.
Ich wünsch Ihnen gute Genesung und eine schöne Geburt, Monika

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