Themenbereich: Kinderwunsch allgemein

"wie Vorgehen bei Zustand nach Hellp-Syndrom?"

Anonym

Frage vom 21.04.2005

Bei der ersten Schwangerschaft hatte ich leider ein HELP-Syndrom (deshalb wurde eine Sectio durchgeführt), das für mich beinahe tötlich endete. Nun haben wir uns nach langer Überlegung für ein zweites Kind entschieden. Leider wurde jetzt ein PCO-Syndrom mit anovulatorischen Zyklen und Amenorrhoe diagnostiziert. Ich werde deshalb mit Dexamethason und Clomifen sowie Agnuscaston behandelt. Die Therapie hat bis jetzt sehr gut angeschlagen (Eisprung, und sehr gute sonstige Hormonwerte). Ich (und auch meine Ärztin) denke das es auch bald zu einer SS kommen wird. Meine Frauenärztin hat in einem sehr langen Gespräch mit mir besprochen, das sie mich verständlicherweise zu meiner bzw. ihrer Sicherheit von Beginn der SS an engmaschig untersuchen wird (ca. alle 2 Wochen wenn es nicht zu Komplikationen kommt). Nun meine Fragen, welchen Untersuchungsabstand (bei normaler SS) halten Sie, gerade in den ersten Schwangerschaftsmonaten für sinnvoll? Steigen die Risiken für mich durch die Hormonbehandlung Ihrer Meinung nach noch mehr an? Würden Sie auf jeden Fall eine Universitätsklinik mit angeschlossener Kinderklinik als Entbindungsort wählen? Würden Sie mir als Hebamme als Vorsichtsmaßnahme zu einer Sectio raten?
Vielen Dank für die Antworten auf meine vielen Fragen

Anonym

Antwort vom 21.04.2005

Hallo, ich halte einen Vorsorgeabstand bei einem normalen Verlauf bis zur 23/ 24 Schwangerschaftswoche von 4 Wochen für ausreichend. Man wird Ihnen wahrscheinlich häufiger eine Doppler Ultraschalluntersuchung empfehlen. Ab der 24. SSW sind evtl. Abstände von 14 Tagen sinnvoll. Sie können (bei Interesse) überlegen, im Wechsel Vorsorgeuntersuchungen bei einer Hebamme zu machen. Wenn Sie ohne eine Hellp- Symptomatik durch die Schwangerschaft gehen, müssen Sie nicht in einer Universitätsklinik entbinden. Wenn Sie möchten, können sie bei einem normalen Verlauf in der Klinik Ihrer Wahl gebären. Viele Frauen möchten aber gerne im Vorfeld wissen, wo sie entbinden werden. Wenn es für Sie wichtig ist den Geburtsort im Vorfeld zu wissen, spricht nichts gegen eine Uniklinik. Wenn Sie abwägen möchten, mit einer medizinischen Indikation in einer Uniklinik und ohne Indikation in einem normalen Krankenhaus zu entbinden, ist das auch eine Möglichkeit.
Ein Kaiserschnitt macht man nicht als Vorsichtsmaßnahme. Er ist immer mit Risiken für Mutter und Kind verbunden und man sollte immer Risiko/ Nutzen abwägen. Sollte bei ihrem letzten Kaiserschnitt wegen extremer Frühgeburtlichkeit Ihres Kindes ein Längsschnitt der Gebärmutter durchgeführt worden sein, muß auch bei den folgenden Geburten ein Kaiserschnitt erfolgen. Das wissen Sie aber wahrscheinlich selbst oder ihre Ärztin kann das aus den Operationsberichten ersehen. Ist das nicht der Fall und weiter keine medizinische Indikation vorliegen, können sie eine normale Geburt anstreben. Alles Gute, Ina

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