Themenbereich: Kaiserschnitt

"wie kann ich die Geburt nach Notkaiserschnitt planen?"

Anonym

Frage vom 20.05.2005

Hallo liebes Team,

ich bin momentan in der 27. SSW mit meinem dritten Kind. Die erste kam in der 36. SSW nach Platzen der Fruchtblase spontan zur Welt ( 3325 g, 51cm, KU 34 - 4 1/2 Wochen vor dem Termin!). Die Zweite 4 Tage nach dem Termin. Sie ist jedoch nicht richtig ins Becken gerutscht und man sagte mir ich müsste noch Lagerungsübungen machen. Soweit lief dann alles ganz gut, bis der Muttermund vollständig geöffnet war, aber die Fruchtblase noch intakt war. Der OA sprengte dann die Blase in der Hoffnung, dass die Kleine runterrutschen würde... Als er (die Herztöne wurden schlecht) nachprüfte fühlte er die Nase der Kleinen und es gab einen Notkaiserschnitt wegen Gesichtslage (sie hatte 4110g, 56cm, KU 38cm). Eigentlich machte mir dieser KS keine Probleme, aber die Zeit danach (ich wachte nach einer dreiviertel Stunde schon wieder auf) bis ich die Kleine sehen durfte war schrecklich. Es dauerte 4 Stunden in denen mir trotz dauerndem Nachfragen niemand sagte wie es meiner Kleinen geht (das Letzte was ich gehört hatte war schließlich dass die Herztöne schlecht waren...). Nun bin ich das dritte Mal schwanger und habe große Angst davor, dass das Baby zu groß wird für eine Normalgeburt und ich wieder einen Not-KS bekomme. Lieber hätte ich dann schon einen vorhersehbaren, wenn überhaupt. Wie sieht das wohl mit der Größe des Dritten Babys aus nachdem die anderen beiden schon groß waren ? Ich selbst bin 176 cm groß. Welchen Kopfumfang würde man mir wohl noch "zutrauen"? Was passiert bei einem so großen Kind mit meiner KS Narbe ?
Lieben Dank !

Antwort vom 20.05.2005

Hallo,bei Ihrer letzten Geburt war es nicht die Größe des Kindes, die Probleme gemacht hat, sondern die Haltung des Köpfchens. Kinder in Gesichtslage haben den denkbar ungünstigsten Durchtritts-Kopfumfang und Geburtsmechanismus.Auch ganz kleine Kinder können damit nicht passen. Eventuell hatte sich Ihr Baby so ungünstig hingelegt, weil es nicht tiefertreten konnte ohne dass sie Herztöne schlechter werden.Die Wahrscheinlichkeit, dass so eine seltene Lage zweimal hintereinander auftritt ist denkbar gering. An der Größe Ihres Kindes hats jedenfalls am wenigsten gelegen, dass die Geburt in einem Kaiserschnitt geendet ist. Einen geplanten Kaiserschnitt machen zu lassen um einen ungeplanten zu verhindern, würde ich Ihnen nicht empfehlen. Immerhin ist es eine große Operation, die mit mehr Risiken behaftet ist als eine normale Geburt. Das gilt sowohl für Sie selbst als auch fürs Baby. Der Kopfumfang des Babys läßt sich vorab nicht messen und spielt auch keine große Rolle, weil sich das Köpfchen des Babys normalerweise ans Becken anpasst. Die große Differenz zwischen Ihren beiden Kindern ist auch eher auf die veränderte Kopfform durch die falsche Lage zurückzuführen als auf die Größe. Vom Duchmesser her macht die Differenz zwischen einem normal goßen und einem normal kleinen Kind gerade mal einen Zentimeter aus. Das ist weder ein Grund nicht durchs Becken zu passen noch eine Gefahr für die Narbe des alten Kaiserschnitts. Für Sie beide wäre eine ganz normale, nicht eingeleitete Geburt am schonendsten. Wenn es Sie (und Ihre Ärzte) bruhigt, wenn das Kind kleiner ist, können Sie in den letzen Wochen der Schwangerschaft konsequent auf Süßes und Obst in größeren Mengen (auch zuckerhaltige Getränke und Säfte) verzichten. Meist hält sich dann das Gewicht des Babys in Grenzen. Ich würde Ihnen raten sich mit einer freiberuflichen Hebamme in Verbindung zu setzen, die Sie beraten kann und mit der Sie die erlebte Geburt und Ihre Ängste besprechen können.
Alles Gute für die weitere Schwangerschaft und die Geburt, Monika

27
Kommentare zu "wie kann ich die Geburt nach Notkaiserschnitt planen?"
Es wurden noch keine Kommentare verfasst! Schreibe doch einen.

Kommentar verfassen


Das könnte dich auch interessieren:


Frag das babyclub.de Hebammenteam!
Jetzt kostenlos persönliche Frage stellen: