Themenbereich: Vorsorgeuntersuchungen

"kann ich mir noch Hoffnung machen?"

Anonym

Frage vom 04.06.2005

Liebes Hebammen-Team!

Zunächst meine Daten:
1. Tag der letzten Regel: 21.03.2005
Eisprung lt. Themperaturmethode: 14.04.2005 oder 16.04.2005
Schwangerschaftstest: 21.04.2005 = negativ
Schwangerschaftstest: 27.04.2005 = positiv

Beta-HCG: 30.05.2005 = 26.133
02.06.2005 = 28.339
Ich hatte bereits im Februar 2005 eine verhaltene Fehlgeburt (nur Fruchtblase war vorhanden) mit einer Ausschabung.
Nach Abwarten einer Monatsblutung, wurde ich bereits wieder schwanger.
Ich hatt unheimlich Angst vor dem Ultraschall, habe erst gar nicht hinsehen können. Hörte bereits vorher schon, daß die Ärztin wieder nichts sehen kann und tatsächlich, sie sagte wieder: "Ich sehe nicht genug für eine intakte Schwangerschaft!" Wäre am liebsten weggerannt.
Die Ärztin meint, ich sei mind. in der 9. SW und man müßte schon deutlich mehr sehen (Arme, Beine, Herzschlag).
Der HCG-Wert hat sich nun von 26.133 auf 28.339 erhöht. Sie meint der 2. Wert müsse mind. 38.399 sein.
Am Mittwoch, 08. Juni 2005 soll eine weitere Blutabnahme stattfinden. Sie rechnet damit, daß die Werte wohl absinken werden.
Ich war am 03.06.2005 noch bei einem 2. Arzt. Dieser Arzt gibt nicht ganz soviel auf die HCG-Werte. Er hat auch noch einmal einen Ultraschall durchgeführt. Mein Mann und ich hatten das Gefühl, dieser Arzt hat ein besseres Ultraschallgerät, da wir mehr erkennen konnten. Der Arzt selbst hat sich sehr gründlich alles angesehen und drei Ultraschallbilder ausgedruckt. Für ihn war, daß was er sah nicht sehr ungewöhnlich, allerdings noch zu klein und eben kein Herzschlag. Er wollte meine Daten aus der Themperaturmethode gar nicht so genau wissen und meinte, wenn am Mittwoch, 08.06.2005 sich nichts auf dem Ultraschal verändert hat, wüßte man, ob es zu einer Fehlgeburt kommt.
Es will nicht in meinen Kopf, was da los ist. Kann ich mir überhaupt noch Hoffnungen machen oder sollte ich mich schon mit einer Fehlgeburt langsam abfinden? Es muß doch etwas bedeuten, daß die HCG-Werte nicht genug ansteigen (verdoppeln).
"Was soll es dann noch bringen, bis Mittwoch abzuwarten?
Mein Eisprung kann doch nun nicht noch später gewesen sein?"
Kann ich noch irgendetwas selber tun, damit das Baby noch bis Mittwoch weiter wächst (ausruhen oder viel raus gehen)?
Wie sind Ihre Erfahrungen, daß Kind von selbst zu verlieren?
- kann es sehr lange dauern? (Wochen, Monate)?
- muß dann trotzdem noch eine Ausschabung
erfolgen?
Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir schnell antworten. Ich bin völlig verzweifelt, seelisch am Ende, habe kaum noch Hoffnung!

Vielen, vielen Dank
Sonja

Antwort vom 05.06.2005

Hallo, Ihr Eisprung kann durchaus später gewesen sein, zumal Sie sich ja selbst nicht ganz sicher sind und auch der Zeitpunkt der Testergebnisse nicht so ganz zu den Angaen passt. Wie dem auch sei, bei zu kleinem Kind gehe ich auch immer zunächst davon aus, dass es vielleicht einfach zu früh ist, um mehr sehen zu können. Ein deutlicher Abstand bis zu einer nächsten Untersuchung sollte gegeben sein und solange eine Entwicklung sichtbar ist, gibt es für mich auch keinen Grund für einen frühzeitigen Eingriff, zumal Abwarten nicht schadet. Von daher entspricht das Vorgehen des 2. Arztes mehr meiner Eistellung. Sie können leider gar nichts tun, um das Wachstum zu fördern, aber es besteht durchaus noch Hoffnung und ich würde Ihnen nicht raten nun voreilig die Flinte ins Korn zu werfen, selbst über den Mittwoch hinaus. Der Körper leitet dann eine Fehlgeburt ein, wenn die HCG-Werte deutlich abfallen. Bei wirklich nicht intakter Schwangerschaft sind das Tage oder höchstens Wochen. Eine Ausschabung muss nicht erfolgen, wenn die Schwangerschaftsanlage komplett abgeht, was normalerweise der Fall ist. Ich halte eine natürliche Fehlgeburt für schonender als eine Ausschabung und würde auf keinen Fall eine Ausschabung vornehmen lassen solange noch etwas wächst oder die HCG-Werte steigen, zumal ich schon oft genug erlebt habe, dass sich in der Wartezeit noch eine ganz normale Schwangerschaft nachweisen ließ, die auch zu gesunden Babys geführt hat, egal wann der mutmaßliche Eisprung und die letzte Periode gewesen sein sollen. Alles Ich drück Ihnen die Daumen, Monika

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