Themenbereich: Vorsorgeuntersuchungen

"zu wenig zu sehen im Ultraschall?"

Anonym

Frage vom 08.06.2005

Hallo,
ich habe eine der Fragen, die es schon zuhauf gibt, allerdings glaube ich, dass bei mir der Fall etwas anders gelagert ist, deshalb stelle ich sie: Die Frauenärztin stellte bei mir letzte Woche eine Schwangerschaft fest, sie schrieb mit Bleistift 5./6. Woche in den Mutterpass, da sie eine leere Fruchthülle, aber keinen Embryo sah. Die Ermittlung der Schwangerschaftswoche ist bei mir aufgrund sehr starker Zyklusschwankungen (manchmal kommen meine tage erst nach 5-6 Monaten) sicherlich schwierig. Da diese Ärztin keinerlei aufklärendes Gespräch führte, mir aber stattdessen sagte, es könne auch ein Eckenhocker sein, was man in einer Woche beim erneuten Ultraschall klären müsse, ansonsten bliebe nur die Ausschabung, habe ich beschlossen, den Arzt zu wechseln. Heute war ich also beim zweiten Ultraschall(in der Tat nach einer Woche). Die Ärztin machte mir keine großen Hoffnungen und sagte, dass man bei 7+4 (ich weiß nicht, wie genau sie das errechnet haben will) mehr sehen müsste. Allerdings war mir aufgefallen, das man im Gegensatz zu letzter Woche durchaus einen hellen Punkt gesehen hat, der mir beim ersten Ultraschall nicht auffiel. Die Ärztin fragte mich auch, ob man diesen schon letzte Woche sehen konnte. Dennoch sagte sie, dass dies mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein Rest eines abgestorbenen Embryos sein müsse. Sie sagte auch, dass sie keine Wärmereaktion erkenne(also keinen Herzschlag?) und dass "es" auf jeden Fall größer sein müsste, damit man auf eine intakte Schwangerschaft schliessen könnte. Stutzig hat mich gemacht, dass keinerlei Blutuntersuchung gemacht wurde, ebenfalls wurden nicht die Ergebnisse der Blutuntersuchung bei der ersten Ärztin angefordert. Der HCG-Wert schien also bei der Diagnose keinerlei Rolle zu spielen. Die Ärztin wollte mich sofort zwecks Ausschabung einweisen, gestand mir aber immerhin zu, man könne, um mich zu beruhigen, auch kommenden Montag (also in fünf Tagen) nochmals nachsehen und mich dann ins Krankenhaus schicken.
Übrigens habe ich schon eine fünfjährige Tochter; meine erste Vorsorgeuntersuchung hatte ich damals in der 9. Schwangerschaftswoche; derartige Probleme und Unsicherheiten, was man wann sehen kann, sieht oder noch nicht sieht, gab es nicht. Herzlichen Dank im voraus.

Antwort vom 08.06.2005

Hallo, wenn Sie die schon die ganzen ähnlichen Fragen gelesen haben, dann haben Sie sicher auch schon unsere Meinung zu ähnlichen Fragen gelesen. Leider haben Sie gar keine Frage gestellt. Ich weiß nicht wie die Ärztin ohne eine verwertbare Aussage zur letzten Periode und ohne eine messbare Größe zu haben auf eine Schwangerschaftswoche kommt. Sie könnten genausogut noch ganz früh schwanger sein, so dass es ganz normal ist noch nichts oder wenig zu sehen. Die Hauptsache, die am Anfang der Schwangerschaft festgestellt werden kann, ist dass die Schwangerschaft in der Gebärmutter ist und nicht z.B. im Eileiter und dass eine Schwangerschaft vorliegt. Solange keine Beschwerden auftreten, die auf eine Fehlgeburt hindeuten oder die HCG-Werte fallen, besteht meiner Meinung nach kein Grund Sie in kurzen Abständen wieder einzubestellen. Ich sehe auch keinen zwingenden Grund für eine Ausschabung. Sollte sich wirklich nichts entwickeln, dann entledigt sich der Körper normalerweise selbst der leeren Fruchthülle wenn die HCG-Werte abfallen. Innerhalb so kurzer Zeit ohne genaue Vorstellung vom Schwangerschaftsalter kann sich aber durchaus noch eine ganz normale Schwangerschaft entwickeln, wenn die Befruchtung später war und die Schwangerschaft noch am Anfang sein sollte. Diese häufige und frühe Untersucherei hat mit der Entwicklung des Vaginalultraschalls ihren Anfang genommen. Vorher war einfach so früh noch keine Untersuchung möglich. Ich denke mal in einiger Zeit wird man auch wieder davon abkommen minutiös ein Wachstum zu protokollieren, so wie sich schon einige Errungenschafter der Medizin als wenig hilfreich erwiesen haben. Letztendlich müssen Sie selbst entscheiden, ob Sie sich dem Rat Ihrer Ärzte anschließen oder ob Sie einfach noch eine Weile auf Ihre Empfindungen vertrauen, wobei mir schon klar ist, dass es schwierig ist die Unsicherheit auszuhalten, die zwangsläufig da ist, wenn einmal Zweifel gesäät wurden. Ich drück Ihnen die Daumen für den weiteren Verlauf, Monika

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