Themenbereich: Vorsorgeuntersuchungen

"welche Untersuchungen bei Umgang mit schädlichen Stoffen?"

Anonym

Frage vom 10.06.2005

Liebes Hebammen-Team,
ich befinde mich im 3. Monat der SS. Die SS kam völlig ungeplant und unvorbereitet doch mittlerweile freue ich mich richtig darüber. Ich habe jedoch riesige Ängste, was die Gesundheit meines Babys betrifft und ich weiß nicht, an wen ich mich wenden soll. Mein Arzt ist mir auch keine wirkliche hilfe und ich überlege einen Wechsel. Zu meiner Frage: Ich hatte einen sehr ungesunden Beruf (ich habe seit drei Jahren als Lackiererin gearbeitet) und täglich mit Lösungsmitteln und anderen hochgiftigen Stoffen zu tun. Natürlich habe ich mich geschützt, jedoch nicht so, wie ich es getan hätte, wenn ich eine Schwangerschaft geplant hätte. Von den Inhaltsangaben dieser Chemikalien weiß ich nur, dass diese Stoffe höchst "fruchtschädigend" sind. Ich habe zwar seit zwei Wochen ein Berufsverbot und übe diesen Beruf nun nicht mehr aus, jedoch habe ich sicherlich einiges davon im Blut oder in den Organen... Ich habe mich damit leider nie so beschäftigt und da es eigentlich ein typischer Männerberuf ist, gibt es auch niemanden (Innung oder Hersteller der Produkte), der mir in dieser Angelegenheit weiterhelfen kann. Ich hoffe, Sie können mir weiterhelfen und mir z.B. geeignete Untersuchungen oder Anlaufstellen nennen. Wie gesagt, mein Arzt ist mir keine Hilfe, ich habe dieses Thema schon mit ihm besprochen, aber er äußert sich eigentlich überhaupt nicht dazu. Ich habe jedenfalls das Gefühl, dass ich mehr tun muß als nur 1x Blut abnehmen und Ultraschall. Ich danke Ihnen herzlichst für Ihre Antwort!

Anonym

Antwort vom 11.06.2005

Hallo, das ist ein schwieriges Thema, an das sich Industrie, Versicherungen und Politik, sicher auch aus finanziellen Gründen, nicht ran wagen. Sicher kann man in Ihrem Blut/ Urin nach toxischen Stoffen suchen. Die Frage ist nur, was Sie mit dem Ergebnis anfangen. Was ist wenn die Werte im möglichen schädigenden Bereich liegen? Keiner kann Ihnen dann sagen ob Ihr Kind dadurch geschädigt sein könnte oder nicht. Unter http://www.arte-tv.com/de/wissen-entdeckung/Vorsicht_20giftig_21/709280.html habe ich einen guten, leider nicht sehr beruhigenden Artikel gefunden. Vielleicht können Sie sich mit der Frau vom BUND in Verbindung setzen. Die werden dort Info über die Art der toxischen Stoffe und deren Grenzwerte im speziellen haben. Wenn Sie tatsächlich durch Untersuchungen erfahren sollten, das ihre Werte im toxischen, fruchtschädigenden Bereich liegen sollten, kann man dann mit den Werten zu Ärzten gehen, die , evtl. per Ultraschall, eine Risikoeinschätzung und evtl. Therapievorschläge machen können.
Wir kennen bei solchen "Belastungen" eher das Ganz oder gar nicht Prinzip. Entweder geht es ganz gut, oder leider nicht. Das bedeutet, das die Schwangerschaft häufig zu einem sehr frühen Zeitpunkt als Fehlgeburten verloren geht. Ich wünsche Ihnen von Herzen, das es ganz gut geht. Ina

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