Themenbereich: Geburt allgemein

"wozu eine Hebamme bei Geburt im Krankenhaus?"

Anonym

Frage vom 20.06.2005

Hallo,
ich bin jetzt in der 36. Woche schwanger und muss Wehenhemmer schlucken, weil mein Baby schon rauswollte (ich hatte Wehen, der Kopf drückt gegen den Muttermund etc.).
Sobald ich nächste Woche in der 37. Woche bin, darf ich die Wehenhemmer absetzten, hat der Arzt gesagt. Er meinte auch, da es mein Kind bisher so eilig hatte, könnte es danach recht schnell losgehen.
Das ist mir jetzt alles etwas schnell gegangen, weil ich eigentlich damit gerechnet habe noch etwas Zeit zu haben, bis mein Würmchen zur Welt kommt.
Meine Frage ist jetzt, wie wichtig ist es, eine Hebamme zu haben, einen Geburtvorbereitungskurs besucht und sich vor der Geburt im Krankenhaus vorgestellt zu haben?
Weil, ich habe mir zwar schon ein Krankenhaus ausgesucht, wo ich hinmöchte, aber ich habe mich dort noch nicht persönlich vorgestellt. Ist das schlimm?
Ich habe mich auch noch nicht bei einer Hebamme hier in der Umgebung vorgestellt, weil ich nicht ganz verstehe, welche Aufgabe sie übernimmt. Wenn ich in das Krankenhaus meiner Wahl gehe, sind da doch ganz andere Hebammen angestellt, oder etwa nicht? Also wird mich die Hebamme, die ich mir hier im Ort aussuche doch eh nicht bei meiner Geburt dabei sein, weil das Krankenhaus eigene Hebammen hat, oder?
Ich weiß, dass ich mich da jetzt erst sehr spät drum kümmer, aber wie gesagt, ich dachte ich hätte noch etwas Zeit.
Es wäre sehr schön, wenn sie mir antworten würden. Die Auskünfte von Familie und Freunden sind nicht sehr hilfreich.

Danke

Anonym

Antwort vom 20.06.2005

Hallo, wenn durch Wehenhemmer die drohende Frühgeburt hinausgezögert wird, kann es nach Absetzen derselben manchmal noch Wochen dauern, bis das Baby bereit ist zu kommen und die Geburt losgeht. Also, vielleicht haben Sie ja auch noch ein bisschen Zeit…Eine Vorstellung in der Geburtsklinik ist erwünscht (aber Sie werden auch nicht weggeschickt, wenn Sie vorher nicht angemeldet waren)Es ist von Vorteil für alle Beteiligten, wenn schon eine Akte für Sie angelegt ist. Dann muß das nicht noch geschehen, wenn Sie mit Wehen zum Gebären kommen! Die Geburtsklinik Ihrer Wahl hat entweder nur angestellte Hebammen, oder sie hat auch noch Beleghebammen. Das sind Hebammen, die eine Schwangere in der Schwangerschaft kennenlernt, die evtl. auch schon einige Schwangerschaftskontrollen bei ihr machen, und die dann vorallem zur Geburt in die Klinik mitkommen. Diese Hebamme begleitet und leitet dann die gesamte Geburt und wird auch im Wochenbett noch solange wie nötig sich um Eltern und Kind kümmern. Da Sie wissen, wo Sie gebären wollen,rufen Sie da doch erstmal an. Dann erfahren Sie, ob es da Beleghebammen gibt; wenn ja, können Sie ausfindig machen, ob eine so kurzfristig noch Zeit hat. Klappt das mit der Beleghebamme nicht mehr, können Sie sich in Ihrer Nähe eine Hebamme organisieren, die Ihr Wochenbett begleitet. Viel Erfolg und eine gute Geburt! Barbara

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Kommentare zu "wozu eine Hebamme bei Geburt im Krankenhaus?"
Anonym
Kommentar vom 19.01.2011 08:22
Freundinen mit Kindern sind eine große Hilfe
Ich habe mit großer Verwunderung den Beitrag von der werdenden Mutter gelesen. Mit Verwunderung, weil ich auch zum 1. mal Mama werde und bin erst in der 11. Woche, aber ich habe bereits jetzt eine bzw. 3 Beleghebammen (aus einer Praxis), die ich auch schon kenne und ich weiß in welchem Krankenhaus ich entbinden möchte, falls keine Komplikationen entstehen. Leider ist es so, dass ich bei meiner 1. VU keine aber gar keine Infos (nicht mal ein Paket mit Broschüren) dazu vom Arzt bekommen habe. Es hieß damals in der 7. Woche, dass es noch zu früh wäre und "es kann noch alles passieren". den nächsten Termin habe ich erst für die 12. SSW bekommen. Dank den Infos von meinen Freundinen, die bereits ein Kind bekommen haben, habe ich sofort in der 8.SSW die Hebammen kontaktiert. Dort hieß es, ich bin die letzte Schwangere mit dem Entbindungstermin im August, die sie aufnehmen. Die Freundinen haben mir auch über alle möglichen Kurse in der Schwangerschaft erzählt und was die gesetzlichen Krankenkassen davon übernehmen, worauf ich bei der Ernährung aufpassen muss, dass ich mir nicht jeden Test andrehen lassen soll (Ergebnisse würden eh meine Entscheidung dem Baby Leben zu schenken nicht beeinflüßen). Also die Frauen, die Kinder bekommen haben sind oft für die allgemeinen Infos bessere Hilfe als der Arzt.
Ich wünsche euch allen eine angenehme und entspannte Schwangerschaft und viel Freude mit euren kleinen großen Gummibärchen im Bauch :-).

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