Themenbereich: Vorsorgeuntersuchungen

"Ist die Nabelschnur um den Hals gefährlich?"

Anonym

Frage vom 29.06.2005

hallo zusammen,
ich habe eine Frage. Ich bin jetzt in der 36 SW und hatte gestern eine Untersuchung, bei der man festgestellt hat das die Nabelschnur um den Hals des Kindes liegt. Mein Arzt sagt ich solle mir keine Gedanken machen und er würde auch keinen Kaiserschnitt deshalb empfehlen. Ich mache mir natürlich gedanken ... es haben sich ja schon Babys im Bauch stranguliert ! Mein Arzt meint das man es auch merkt,wenn die Versorung geringer wird, auf dem CTG ?! Ich hätte gerne noch eine andere Meinung... ist das wirklich so normal und würden Sie auch von einem Kaiserschnitt absehen ?
Ich freue mich von Ihnen zu hören und bedanke mich für

Antwort vom 30.06.2005

Hallo, da ein Baby ja noch nicht durch den Hals atmet solange es im Bauch ist, kann es sich auch nicht im klassischen Sinne strangulieren. Egal worum die Nabelschnur gewickelt ist, könnte es ganz theoretisch sein, dass sie abgeklemmt wird. Allerdings sind die Gefäße in der Nabelschnur gut gepolstert und eine Umschlingung um den Hals ist vergleichsweise unproblematisch, weil zwischen Körper und Kopf der Hals ja einen guten Zischenraum bietet an dem das Abklemmen der Nabelschnur viel unwahrscheinlicher ist, als wenn die Nabelschnur unter den armen langläuft. In ca. 30% aller Geburten ist die Nabelschnur irgenwo rumgewickelt und in der Regel macht das gar keine Probleme und ist daher auch kein Grund für einen Kaiserschnitt. Allgemein ist nicht empfohlen den Müttern überhaupt großartig zu zeigen, wenn die Nabelschnur um den Hals liegt, weil es erstens ohne jede geburtshilfliche Konsequenz ist und weil es doch regelmäßig Ängste auslöst, wenn der Befund einmal im Raum steht. Wenn dem Kind eine Nabelschnurumchlingung etwas ausmacht, weil dadurch die Nabelschnur zu kurz wird, wenn es durchs Becken will, dann merkt man das tasächlich bei der Geburt und kann immer noch einen KS machen. Je nach Länge der Nabelschnurist das mit und ohne Umschlingung möglich und wird meist dadurch festgestellt, dass das Baby gar nicht tiefer kommen möchte oder dass sich die Herztöne verändern bei heftigen Geburtswehen. Das alles ist nicht plötzlich und unerkannt, sondern es deutet sich vorher an und es ist immer noch genug Zeit regulierend einzugreifen oder einen Kaiserschnitt zu machen. Ich hoffe Sie können es sich jetzt besser vorstellen und der Geburt wieder gelassener entgegen sehen. Ein Grund zur Besorgnis besteht nicht. Alles Gute, Monika

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