Themenbereich: Nachsorge

"muss ich Methergin nehmen?"

Anonym

Frage vom 22.07.2005

Hallo,
ich habe vor sechs Wochen entbunden und hatte drei Wochen lang den Wochenfluß.Danach habe ich meine Periode bekommen. Jetzt habe ich seit drei Tagen wieder eine starke Blutung und mein Frauenarzt meinte, daß sich der Gebärmutterhals noch nicht ganz zusammen gezogen hat.Er hat mir Methergin Dragees verschrieben. Meine Frage: Muß ich die unbedingt nehmen(ich finde das sie laut Packungsbeilage ganz schöne Nebenwirkungen hat haben),oder reicht es aus, wenn ich Hirtentäscheltee trinke

Antwort vom 22.07.2005

Hallo, leider kann ich den Untersuchungsbefund nicht beurteilen ohne ihn selbst erhoben zu haben. Neben dem Muttermund wäre es noch interessant die Größe der gebärmutter zu wissen und wie genau die Blutung nun aussieht. Sie haben immer noch Anspruch auf Hebammenbetreuung (bis acht Wochen nach der Geburt ohne ärztliches Attest). Es wäre sinnvoll, wenn sich eine Kollegin noch mal vor Ort ansehen könnte, welches Naturheilmittel in Frage kommt. Mit dem Hirtentäscheltee machen Sie auf jeden Fall nichts verkehrt. Sie können auch noch Frauenmanteltee dazu mischen. Methergin hat wirklich ziemliche Nebenwirkungen. Vor allem wenn Sie stillen wär eine Alternative dazu sinnvoll, wenn es eine gibt. Sollten Sie wirklich ein Wehenmittel brauchen, käme auch Oxitocin in Frage, dass aber gespritzt werden muss. Das Könnte die Hebamme machen, wenn es angezeigt sein sollte, falls Naturheilmittel nicht in Farge kommen. Ganz selten mal kann auch Methergin das Mittel der Wahl sein, wobei es Ihnen natürlich immer freisteht selbst zu entscheiden, was Sie nehmen wollen und was nicht. Sie können auch Ihren Arzt noch mal anrufen, ihm sagen, dass Sie Methergin nicht nehmen möchten und dass er Ihnen etwas anderes empfehlen möge. Wenns ein guter Arzt ist, respektiert er Ihre Entscheidung und kann Ihnen eine Alternative anbieten.
Alles Gute, Monika

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