Themenbereich: Geburtseinleitung / Geburtsbeginn

"Einleitung 14 Tage über Termin?"

Anonym

Frage vom 22.07.2005

Hallo Hebammen-Team,

ich habe folgende Frage.

Bin nach dem errechneten Termin in der 41 Wo. + 2 Tage. Nach meiner Berechnung war ich am Anfang eine Woche krank im Bett, so dass ich kein Kind emfpangen konnte..
Schwangerschaft ist bis heute Lehrbuchmäßig verlaufen - keinerlei Beschwerden. Nun werde ich regelmäßig zur CTG geschickt, da die Ärtze von dem errechnetem Termin ausgehen.
Fruchtwassermenge ist normal, Plazenta Reifegrad 3, dem Kind und mir geht es richtig gut.
In zwei Tagen möchte der Arzt die Geburt einleiten. Ich habe jedoch das Bedenken, dass es für das Kind noch zu früh ist. Habe auch Rizinusöl, möchte aber nicht nehmen..
Kann ich mich von der Einleitung distanzieren? Und welche Folgen kann es mit sich bringen, wenn ich noch einige Tage warte, bis die Geburt von alleine los geht? Der Arzt sagt, dass man max. 14 Tage warten kann, sonst bricht die Versorung für das Kind ab..
Bin davon ausgegangen, dass beim normalen SS-Verlauf auch die Geburt von allein los geht. Möchte, dass es doch auf dem natürlichen Wege passiert..
Wenn es aber noch nicht so weit ist, warum soll ich die Schmerzen durch die Einleitung ertragen müssen?

Vielen Dank

Tanja

Antwort vom 22.07.2005

Hallo, also abrupt mit dem 14 Tag bricht die Versorgung nicht ab. Vielmehr ist die Reifung der Plazenta ein Prozess, der kontinuierlich von statten geht. Von daher sind absolute Grenzen von z.B. 14 Tagen eher für die Allgemeinheit irgendwo gezogen, individuell mag es aber bei der einen Frau früher, bei der anderen später gerechtfertigt sein, die Geburt tatsächlich einzuleiten. Im allgemeinen kann man davon ausgehen, dass das Kind auch kommt, wenn es soweit ist. Es gibt aber immer mal wieder Kinder, die sich mehr Zeit lassen als Ihnen letztendlich gut tut. Von daher macht es auf jeden Fall Sinn Fruchtwassermenge und das Befinden von Mutter und Kind regelmäßig zu überprüfen wenn die Geburt deutlich über Termin geht. Sollten sich bei den Kontrollen Auffälligkeiten ergeben, dann machts auf jeden Fall Sinn die Geburt anzustubsen. Sie sind aber diejenige, die letztendlich entscheidet was getan wird und was eben noch nicht. Wenn Sie sich sicher sind, dass der termin nicht stimmt, dann entspricht die Situation auch noch nicht der, die ansonsten 14 Tage über Termin bestünde. Sinnvoll wäre es, wenn Sie sich von Ihrer Hebamme nochmal untersuchen und genau beraten lassen würden, was für Sie genau zutrifft und was nicht. Eventuell besteht ja auch die Möglichkeit sanft auf den Geburtsbeginn einzuwirken. Rizinus sollten Sie nur nehmen, wenn jemand Ihnen bestätigt hat, dass der Muttermund reif genug dafür ist und wenn jemand das Befinden des Kindes bei Wehenbeginn beurteilen kann. Außer Rizinus gibt es noch die Möglichkeit der Akupunktur, Homöopathie und diverse Mittelchen, die die Geburt in Gang bringen können.
Auch bei einer Einleitung im Krankenhaus ist übrigens nicht gesagt, dass das Kind auch tatsächlich direkt kommt. Manchmal zieht sich das Prozedere über mehrere Tage hin, was aber nicht bedeutet, dass Sie die ganze Zeit Schmerzen haben. Oftmals gibts Wehen, die dann aber wieder aufhören. Es ist zwar schöner, wenn alles von alleine geht, aber auch mit Einleitung kann es eine ganz normale schöne Geburt werden. Fragen Sie doch mal in der Klinik nach, ob die auch Einleitungen mit Nelkenöl-Tampons durchführen. Manche Kliniken machen das. Bitte nicht selbst machen, die Dosierung ist nicht ganz einfach.
Alles Gute, Monika

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