Themenbereich: Babyernährung allgemein

"Austausch zu Ernährungspromematik?"

Anonym

Frage vom 27.07.2005

Meine Tochter, Lena-Jasmin 1 Jahr, leidet seit ihrer Geburt an einem, bezeichnen wir es als „Reflux“. Alles was sie isst oder trinkt will nach etwa 1 Stunde wieder rückwärts raus. Dann fangen auch Beschwerden an, wie Finger in den Mund stecken und erbrechen. Von daher ist der Schnuller ein ständiger Begleiter. Bis hin zu starken Koliken (kommen alle paar Minuten). Mit viel Spiel und Spaß versuche ich Lena immer abzulenken, sobald sie einen Anfall bekommt sowie ständig aufrecht halten. Nach ca. 1,5 Stunden wird das Erbrechen durch Blähungen abgelöst. Ich nehme sie dann immer auf den Arm und klopfe ihr mit leichter Hand auf den Po (dabei stößt sie dann immer auf und fühlt sich sichtlich wohler). Dabei schmiegt sie ihren Kopf immer an meinen und schläft nach 2 Stunden Amoklauf in meinen Armen ein. Sie schläft dann – wenn sie blähungsfrei ist – ca. 1-2 Stunden durch, ansonsten ca. 30 Minuten. Wir schaffen aufgrund der langen Verdauungsdauer lediglich 3-4 Flaschen am Tag mit knapp 300ml Inhalt sowie eine Beikost „Tomatenrissotto + Rind – Tomaten/Karotten + Huhn“. Flüssigkeit verschlimmert ihren Zustand mehr. Lediglich morgens – als erste Nahrung – kann ich Ihr Flüssigkeit in Form von Tee 200ml geben. Alle fruchthaltigen Getränke verträgt sie überhaupt nicht, trinkt sie aber sehr gern. Sie bekam seit ihrer Geburt die Flasche. Begonnen haben wir mit Beba Sensitiv, viele viele andere Marken (Apotheke, Drogerie) geblieben sind wir bei Aptamil AR. Aptamil ist die einzige Nahrung die teilweise im Magen bleibt, verursacht aus meiner Sicht aber starke Blähungen, wahrscheinlich wegen dem Gährungsprozess. Ich bereite die Flasche stets frisch vor und lasse das Pulver für ca. 15-20 Minuten gähren. Anschließend schaufel ich den ganzen Schaum, der sich auf Oberfläche gebildet hat weg und Lefax-Tropfen nicht vergesse. Genauso schilderte ich bereits mengen von Ärzten unsere Situation und letztendlich bekam Lena „Antra mups 10mg“ verschrieben welches sie jeweils vor der Beikostmahlzeit bekommt. Da Lena normal an Gewicht zunimmt, geht wahrscheinlich kein Arzt auf unser Problem ein. Sie wiegt jetzt mit 1 Jahr ca. 7,5 kg also fast verdreifacht. Jeglichen Untersuchungsmethoden wie PH-Metrie, etc. stehe ich sehr skeptisch gegenüber und habe auch keinerlei Untersuchungen durchführen lassen außer Ultraschall, Blutabnahme, Stuhlprobe. Die Kleine macht auch einen sehr gesunden Eindruck bis auf ihre Blässe. Sie ist sehr helle und entwickelt sich mehr als gut. Sie weint kaum, nur bei Hunger, Angst vor Fremden, Arzt. Sie schreit nie nach ihrem Essen und wartet ab, bis sie etwas serviert bekommt. Es sei denn, sie erblickt die vorbereitete Flasche in der Küche.

Wegen der wenigen Flüssigkeitszufuhr kommt es ständig zu Verstopfungen. Leider verträgt sie Abführmittel nicht, weil sie dadurch extrem starke Blähungen und Koliken bekommt. Milchzucker hilft auch nicht. Massieren hilft ab und an. Ansonsten muss ich mit Babylax oder nur Wasserund Wattestäbchen etwas nachhelfen.
Wir sind jedenfalls 12 Stunden am Tag damit beschäftigt, Nahrung zu verdauen und Koliken zu bekämpfen. Lena gönnt mir zumindest von 20.00 – 06.00 Uhr eine Pause und schläft zufrieden die ganze Nacht durch.
Ich weiss, dass mein Anliegen etwas lang geraten ist, doch kann ich dieses Problem nicht kürzer schilden, wobei ich nicht alles aufgeführt habe.
Ich hoffe mit meinem Schreiben jemanden und mehrere zu finden, die mir einen Rat geben können und denen gleiches ergangen ist und hoffe auf einen Austausch von Informationen bezüglich Ernährung, Alltag, etc.
Vielen Dank im voraus.

Anonym

Antwort vom 27.07.2005

Hallo, zum Erfahrungsaustausch, bin ich nicht die richtige Person, denn ich habe keine persönliche Erfahrung bei meinen eigenen Kindern.Evt. gibt es hierfür einen Chatroom im Internet . In der Nachsorge betreute ich bisher 2 Kinder mit Reflux- eines davon mit Abmagerung und Bluterbrechen. Beide Kinder bekamen vom Arzt ein Andickpulver für die Milch. Das eine Kind bekam zusätzlich noch ein Säurehemmer/binder. Beide Kinder habe ich zum Arzt überwiesen, denn diese Erkrankung ist keine Hebammenarbeit mehr.
Das andere Kind wurde zusätzlich vom Homöopathen und Osteopathen behandelt und die Beschwerden wurden deutlich besser. Homöop. ist das Buch von Dana Ullmann "Kinder homöop. heilen" sehr empfehlenswert, allerdings brauchen Sie/Ihr Kind wahrscheinlich professionelle Hilfe und die Eigentherapie ist bei der Schwere der Beschwerden eher schwierig.

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