Themenbereich: Geburt allgemein

"Kann ich einen Abbruch verschweigen?"

Anonym

Frage vom 01.08.2005

Liebe Hebammen, ich erwarte in den nächsten Tagen mein erstes Kind. Ich hatte vor 8 Jahren einen Schw.abbruch (ohne Komplikationen), von dem mein FA nichts weiß (er hat sich nie nach vorangeg. SS erkundigt). Für den Aufnahme-Fragebogen der Klinik muss ich ja auch darüber Auskunft geben, würde es aber gerne weiterhin verschweigen. Ich bin übrigens rhesus-positiv. Besteht trotzdem irgendeine Gefahr an der Geburt, wenn die Klinik nichts davon weiß?
Vielen Dank.

Antwort vom 01.08.2005

Hallo, alles was nach einem Schwangerschaftsabbruch auftreten kann, kann auch ohne auftreten und es gibt eigentlich keine Möglichkeit, dass die Klinik merkt, dass Sie schon mal einen Abbruch hatten. Wenn der Abbruch gut verlaufen ist, besteht keine besondere Gefahr danach. Das ist allerdings nur die körperliche Komponente. Durch das Verschweigen belasten Sie sich eventuell mehr als Ihnen bei der Geburt gut tun könnte. Oft kommen dann doch Gedanken daran bei der Geburt hoch, die ja doch auch ein sehr emotionales Ereignis ist. Wenhn Sie dann noch nicht mal die Möglichkeit haben kurz zu sagen was bei Ihnen gerade los ist, kann das Verschweigen des Abbruchs sich für Sie negativer auswirken, als es nötig wäre. Es sind oft nicht die "gefährlichen" Situationen, sondern eher sowas wie dass es nicht voran geht, solange Sie innerlich nicht bei der Geburt sind o.ä. Wenn Sie es bei der Klinik angeben, ist anzunehmen, dass es auch in dem Arztbericht steht, den Ihr Arzt nach der Geburt bekommt. Entscheiden Sie für sich selbst, wobei Ihnen wohler ist. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Sie nicht die einzige Frau sind, die etwas zur Geburt verschweigt.
Alles Gute, Monika

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