Themenbereich: Hausgeburt

"Sturzgeburt: Tipps und Hilfe"

Anonym

Frage vom 17.08.2005

Hallo zusammen!
Ich bin in der 36. ssw und träume nachts seit 2 Wochen fast regelmäßig, daß ich (aus welchen Gründen auch immer) mein Baby ganz allein zur Welt bringe.
Ich empfinde dabei keine Angst - weder im Traum noch im wachen Zustand.
Es ist zwar ziemlich unwahrscheinlich (evtl. bei einer Sturzgeburt...), aber falls doch:
- Woher weiß ich, ab wann ich pressen "darf" (oftmals müssen die Presswehen doch anfangs weggeatmet werden, weil der Muttermund nicht weit genug geöffnet ist, richtig?)?
- Muss das Kind sofort abgenabelt werden und wie macht man das ?
Ich strebe eine solche Geburt natürlich nicht an - aber mir wäre einfach wohler, wenn Sie mir kurz Info geben könnten.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Mühe!

Anonym

Antwort vom 17.08.2005

Hallo, wenn Sie spüren, dass sich – eigentlich genau wie beim Stuhlgang - nur etwas noch viel Größeres anbahnt, ist das schon der Pressdrang. Wenn Sie diesem enormen Druck nicht mehr widerstehen können, das Kind wirklich so schnell raus will, dann ist der Muttermund auch schon weit genug offen. Wenn Sie alleine sein sollten, hocken Sie sich am besten auf den Boden oder aufs Bett, dann haben Sie beste Sicht, wenn es aus Ihnen gleitet. Sie brauchen nicht aktiv zu pressen, versuchen Sie langsam zu atmen. Über die Matratze bzw. Teppichboden empfiehlt es sich, eine Plastikplane (oder große Mülltüten) mit Handtüchern drüber zu legen. Sollte Ihr Partner o.ä. dabei sein, können Sie auch liegen, dann werden Sie sicher nicht zu früh pressen. Wenn das Kind geboren ist, wickeln Sie es – wenn überhaupt nötig - aus der Nabelschnur (die hängt manchmal um den Arm oder so), nehmen es hoch und trocknen es ab. Decken Sie es zu. Das Abnabeln wird unterschiedlich gehandhabt - man kann warten, bis die Nabelschnur auspulsiert hat - d.h., bis sie blass und schlapp wird, oder auch schon vorher, innerhalb der ersten 5 Minuten, mit einem starken Garn etwa eine Hand breit vom Kind weg 2x abschnüren, und dann mit einer starken Schere zwischen den zwei Abschnürungen durchschneiden. Es kann sein, dass die Plazenta, (der Mutterkuchen), schon bald nach dem Kind noch rausrutscht, bewahren sie die auf. Und sobald das Kind trinken möchte, können Sie es an die Brust legen. Und dann wird wohl schon Ihre Hebamme (sollten Sie eine Hausgeburt geplant haben, oder eine Beleghebamme haben) angekommen sein. Wenn Sie eigentlich vorhaben, in der Klinik zu gebären, sollten Sie sich und das Kind nach der Geburt noch von einer Hebamme/einem Arzt untersuchen lassen. Es wird dann nachgeschaut, ob die Plazenta vollständig ist, ob bei Ihnen genäht werden muß, ob die Gebärmutter sich gut zusammengezogen hat, wie es dem Kind geht. Alles Gute! Barbara

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