Themenbereich: Schwangerschaft allgemein

"Befund eines Abgangs?!"

Anonym

Frage vom 18.08.2005

Hallo Liebes Hebammenteam,
ich hatte am Sonntag eine Ausschabung in der 13. Woche (leider ist das Kind nicht gewachsen und hatte keine Herztöne :-( ) -- dazu muß ich sagen, daß ich vor dieser SS bereits im April diesen Jahres einen Abort hatte.
Nun bin ich ziemlich traurig und auch ziemlich unsicher (obwohl mein FA sich wirklich gut um mich kümmert - aber ich will auch nicht jeden Tag da anrufen) -- einen Befund habe ich leider noch nicht - den bekomm ich erst nächste Woche.
- was wird mir bei dem Befund gesagt? - worauf muß ich mich da gefasst machen??
- kann die Fehlgeburt durch das rauchen ausgelöst worden sein (es waren zwar nur noch 5 - 6 Zigaretten am Tag- aber ich habs einfach nicht geschafft von heute auf morgen aufzuhören?
- seit gestern habe ich starke Bauchschmerzen und Rückenschmerzen (wie bei der Regel - aber halt ohne Blutung) und hab keinen richtigen Stuhlgang -- ist das normal?? - ist das die Hormonumstellung?
- mein Arzt wie auch ihr hier im Archiv raten nun zu einer SS-Pause von ca. 3 Monaten -- kann ich irgendetwas tun, damit ich danach nicht wieder ein FG hab?
- Gibt es Übungen, die ich machen kann, damit sich der Körper wieder schneller regeneriert?
- ich hab angst, daß mich der Arbeitgeber nun kündigt - schließlich weis er nun von unserer Famielienplanung und das passt ja keinem Arbeitgeber richtig - darf er das?? - er versteht ja nicht mal, daß ich jetzt 2 Wochen Krankgeschrieben bin - ruft mich täglich an, ob nich nicht früher wieder kommen könnte (stellt in Frage, daß es mir schlecht geht)
Ich hoffe, ich hab jetzt keine Frage vergessen und bedanke mich schon mal im Voraus bei Euch - Grüße
Heidi

Anonym

Antwort vom 18.08.2005

Hallo, Ihre Traurigkeit und Verunsicherung kann ich gut nachvollziehen. Sie müssen sich nun von den Gedanken und Wünschen für Ihre verlorenen Schwangerschaften verabschieden. Das ist sehr schmerzhaft und dauert seine Zeit, für die viele Familienmitglieder und Freunde häufig wenig Verständnis oder nicht genug Kraft haben, um das zu "ertragen".
Ich probiere Ihre Fragen der Reihe nach zu beantworten.
- es wird auf "Einnistungsstörungen" des Mutterkuchens untersucht und nach genetischen Abweichungen. Leider/ Gott sei Dank?! bekommt man aber auch sehr häufig keine Antwort auf seine Frage nach dem "Warum", da keine Ursachen gefunden worden sind.
- Rauchen (auch Rauchen vor der Schwangerschaft) kann die Durchblutung der Gebärmutter stören und das Risiko auf Fehlgeburten erhöhen. Welche Frau auf wieviel Zigaretten wie reagiert kann man im Vorfeld oder nachhinein nie sagen. Das kann auch nicht als "Fehlgeburtsursache" bei der Untersuchung geklärt werden.
- Ihre Beschwerden sind nach der Ausschabung ganz normal und kommen durch das Zäpfchen, das Ihnen wahrscheinlich vor der Ausschabung gegeben worden ist und durch die Hormonumstellung. Ihr Stuhlgang kommt die nächsten Tage wieder in Schwung. Sollten Ihre Beschwerden zu schlimm sein, nehmen Sie natürlich Kontakt zu Ihrem Arzt/ Krankenhaus auf.
- Zu Ihrem Arbeitgeber kann ich leider wenig sagen. Natürlich darf man wegen "Krankschreibungen" oder gar Familienplanung nicht gekündigt werden. Leider ist man heute vor so etwas nicht mehr sicher und Begründungen des Arbeitgebers wie "betriebsinterne" Angelegenheiten sind leider auch gerichtlich schwer zu widerlegen. Lassen Sie sich bei Zeiten rechtlich beraten. Ich habe mal gehört, das man sehr gut mal ein Zwischenzeugnis anfragen kann. Das darf eigentlich nicht schlecht ausgestellt werden und mit einem "guten Zeugnis" kann man viel schwerer gekündigt werden. Darüber müssen Sie aber mit den entsprechenden Fachleuten reden.
Besprechen Sie all Ihre Sorgen und Nöte gut mit Ihrem Partner, auch wenn er seine Trauer auf eine ganz andere Art verarbeitet. Bitten Sie ihn seine Gefühle und Ängste auszudrücken und fragen Sie ihn, ob er probieren kann, auch Ihnen zu zuhören. Von Herzen ganz viel Kraft und alles Gute, Ina

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