Themenbereich: Babyernährung allgemein

"was kann ich bei Flaschenverweigerung tun?"

Anonym

Frage vom 23.09.2005

Liebe Hebammen,

mein Sohn, 6,5 Monate, wurde sechs Monate voll gestillt. Während dieser Zeit hat er aber auch immer wieder abends die Flasche mit Muttermilch bekommen (z.B. wenn ich bei der Rückbildungsgymnastik oder beim Arzt war). Mit Einführung der Beikost vor zwei Wochen (lief unproblematisch, er ist zwar noch kleinere Mengen, aber mit Freude, Gemüsebrei), habe ich abends nach dem Stillen zusätzlich eine Flasche mit HA2 eingeführt - u.a. aus verschiedenen Gründen: 1. damit er wirklich satt ist und nachts ggf. wieder länger am Stück schlafen kann. 2. damit er nicht wie bisher gewöhnlich an der Brust einschläft. 3. damit ich wieder etwas mehr Freiraum habe. Er hat auch die HA trotz des von der Muttermilch abweichenden Geschmacks sofort und unproblematisch akzeptiert, ist sogar ohne Brust und Flasche friedlich eingeschlafen und ich war glücklich. Seit ein paar Tagen (nach einem kleinen Sturz, während einer Erkältung und nach einmaliger Verwendung eines NUK-Saugers statt des gewohnten Avent-Shaugers), verweigert er die Flasche total und brüllt laut (was absolut atypisch für ihn ist). Wenn ich ihm die Brust gebe, saugt er sofort heftig und lange, d.h. er hat richtig Hunger. Ich bin ziemlich verunsichert und bald auch verzweifelt, weil ich ihn unbedingt wieder an die Flasche gewöhnen will. Meine konkrete Frage: Kann es sich um eine Phase handeln, die von selbst wieder vergeht, wenn ich ihm die Flasche weiter regelmäßig anbiete, ihn aber trotzdem an der Brust trinken lasse, wenn er das möchte? Was kann ich tun, um diesen Prozess zu unterstützen? Muss ich irgendwann konsequent die Brust verweigern, wenn er die Flasche auch weiter nicht mehr akzeptiert oder soll ich nachgeben, weil er aus irgendweinem Grund die Brust braucht?
Vielen Dank für Eure Hilfe.
Gitta

Antwort vom 23.09.2005

Hallo.Es hängt einzig und allein von Ihrem Bedürfniss ab. Ihr Sohn saugt immer noch gerne an der Brust. Für ihn gibt es keinen Grund das aufzugeben. Oder würden Sie etwas aufgeben, was Ihnen richig gut tut? Da Sie ihn als er gestürzt ist und auch noch krank war sicher öfter damit getröstet haben, gibt er sie noch unfreiwilliger auf. Sie können jetzt noch abwarten und ihn in dieser Phase gewähren lassen, ihm immer wieder die Flasche anbieten und stillen oder ganz konsequent sein und ihm deutlich machen, daß es nichts anderes als die Flasche gibt(was er schnell lernen kann, aber was auch hart für Sie werden kann).Also horchen Sie tief in sich hinein, was für Sie das Richtige ist, ohne ein schlechtes Gewissen damit zu haben, dann ist es auf jeden Fall die richitge Entscheidung und wenn Sie sich sicher sind, so wird das auch Ihr Kind merken und wissen was es zu tun hat. Satt wird er sowohl nur mit der Brust, als auch mit einer Flasche. Alles Gute.
Cl.Osterhus

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