Themenbereich: Schlafen

"wie kann ich das Einschlafen fördern?"

Anonym

Frage vom 25.10.2005

Hallo liebes Hebammenteam,,
ich habe versucht viel über die Einschlafmethoden von Babys im Internet und auch bei meiner Hebamme und PEKIP-Kursleiterin sowie Kinderarzt zu erfragen. Mittlerweile bin ich allerdings mehr als verunsichert, da jeder zu diesem Thema eine andere Meinung zu haben scheint. Vielleicht können Sie mir helfen. Mein Sohn ist 14 Wochen alt. Er hat sowohl tagsüber als auch abends massive Einschlafprobleme. Wenn er müde wird, fängt er fürchterlich an zu weinen und ist nicht zu beruhigen. Tagsüber schafft er er es lediglich im Auto oder im Kinderwagen selbständig einzuschlafen, zu Hause erst nach langer Schreiphase, wenn ich bei ihm bleibe. Abends befolge ich die gängigen Einschlaftipps, trotzdem schreit er mindestens 30 Minuten bis er völlig erschöpft und heiser ist ( ich bin die ganze Zeit bei ihm ). Die abendlichen Einschlafstörungen hat er erst seit seinem Wachstumsschub, der mittlerweile abgeschlossen ist. In dieser Zeit hat er sich an die Brust als Beruhigungsmittel gewöhnt. Seit diesem Zeitpunkt muss ich ihn übrigens auch alle 2-3 Stunden nachts stillen. Tagsüber hat er Zeiten von 3-4 Stunden. Meine Hebamme riet mir, jetzt schon mit einem festen Zeitplan zu arbeiten, in dem ich das Zimmer betreten soll um ihm die Einschlafhilfe "Brust" wieder abzugewöhnen. Meine Pekip-Leiterin meinte, dass sei noch viel zu früh. Der Kinderarzt sagt, dass ich erst ab einem Jahr versuchen sollte, ihn zum selber einschlafen zu bewegen. Inzwischen versuche ich es nach dem Buch "Jedes Kind kann einschlafen lernen", aber es ist einfach herzzerreißend mein Baby schreien zu lassen. Andererseits weiss ich, dass ich irgendwann Grenzen setzen muss. Da mein Sohn offenbar zu wenig zunimmt, soll ich nun auch die Abendmahlzeit durch das Fläschchen ersetzen. Ich habe auch Angst, dass er das Fläschchen wegen der Brustfixierung nicht annehmen möchte. Bitte sagen Sie mir, wie ich bei diesem Alter am besten vorgehen sollte, ohne etwas "kaputtzumachen". Vielen Dank

Antwort vom 25.10.2005

Hallo!Ich verstehe, daß Sie sehr verzweifelt sind, aber Sie haben jetzt schon mit sovielen kompetenten Leuten gesprochen und selber gesagt, daß Sie sehr verunsichert sind, daß es mir sehr schwer fällt auch noch etwas zu sagen, aber ich werde versuchen Ihnen ein paar Gedanken zu diesem Thema mitzuteilen.
Die Definition von Schlafstörungen ist sehr variabel, so variabel wie wir alle verschiedene Schlafgewohnheiten haben.
Zunächst sollten Sie einmal versuchen Ihr Kind möglichst wenigen Reizen auszusetzen, z.Bsp.Pekip(finde ich mit 14 Wo. zu früh), Besuche etc.Es mag für manche Kinder gut sein angeregt zu werden, aber für andere ist es einfach eine Überflutung, die sie nicht verarbeitet bekommen.Vieleicht gehört Ihr Sohn auch dazu und möchte viel häufiger seine Ruhe haben(ein Indiz dafür wäre, daß er im Kinderwagen gut schläft)Er ist einfach gestreßt, und wenn Sie überlegen wie Sie reagieren, wenn sie gestreßt sind,ist das wahrscheinlich ähnlich.
Versuchen Sie Ihr Kind nicht mit anderen zu vergleichen und es so anzunehmen, wie es ist, auch wenn es anstrengender ist als andere Kinder. Außerdem öffentlich erzählen die wenigsten von ihren Problemen mit Ihren Kindern. Sie werden dann sicherlich wieder etwas gelassener sein und das wird Ihr Kind
merken. Denn offensichtlich beeinflußt dieser Streß auch Ihre Milchproduktion, da Sie erwähnten, daß der Kleine nicht zunimmt. Füttern Sie ruhig eine Weile zu, damit Sie da wirklich sicher gehen können, daß er nicht aus Hunger schreit.Stillen ist nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern auch "still" werden lassen, also lassen Sie Ihr Kind doch einfach an Ihrem Busen einschlafen, wenn er soweit ist oder Sie nicht mehr möchten, ist es immer noch früh genug Ihn abzugewöhnen, aber nicht mit 14 Wo..
Zu guter letzt möchte ich Ihnen vorschlagen einen Homöopathen aufzusuchen(fragen Sie Ihre Hebamme)der mit Ihnen ein Mittel für den Kleinen findet, daß ihm vieleicht hilft ausgeglichener zu sein und seine innere Ruhe zu finden.
Von Einschlafprogrammen und ähnlichem halte ich in dem Alter gar nichts, wohl aber von festen Zubettgehritualen und ganz viel körperliche Nähe und Wärme. Und sollte Ihr Sohn zur Zeit nur in Ihren Armen gewiegt werdend einschlafen, so geben Sie ihm das, den er braucht es.
Alles Gute.
Cl.Osterhus

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