Themenbereich: Schwangerschaft allgemein

"Probenentnahme bei Pap 4?"

Anonym

Frage vom 28.10.2005

Hallo zusammen,
ich bin in der 13 SSW - nun wurde ein Pap 4a festgestellt....soweit so gut was es bedeutet weiß ich & muß sagen das ich eigentlich keine Angst habe.
Allerdings wird mir im Krankenhaus versucht heftig Angst zu machen,da ich es abgelehnt habe mir Proben aus dem Muttermund entnehmen zu lassen.Wenn ich ehrlich bin macht mir der Gedanke,daß an meinem Muttermund während der Schwangerschaft rumgefummelt wird mehr Angst( Fehlgeburt) als das was sich aus einem Pap 4a entwickeln könnte.
Die Chefärztin der Displasiesprechstunde (Virchow Berlin) hat mich als unverantwortlich bezeichnet als ich ihr meine Bedenken geschildert hab (O-Ton: was nützt ihnen ein Kind wenn sie zum Schluß schwer Krebskrank sind)
Dazu kommt das ich wärend meiner letzten SS ebenfalls einen aufälligen Pap (3d) hatte der sich nach der Geburt zu unauffällig "zurückentwickelt" hat.
Was würdet ihr mir raten? soll ich diese Gewebeentnahme machen lassen oder besser auf "meinen Bauch" hören & erst mal warten bis das Kind da ist?
Lieben Dank für eure antwort schon im Voraus
Liebe Grüße Mél

Antwort vom 28.10.2005

Hallo, was Sie machen ist eine ganz persönliche Entscheidung, bei der es schwer fällt etwas zu raten. Bisher sind Sie leider nicht gerade sehr einfühlsam beraten worden und es macht mir den Eindruck, dass Sie Ihre Entscheidung schon getroffen haben, was nur die Ärzte nicht akzeptieren wollen. Ich habe schon mehrfach erlebt, dass Ergebnisse, die in der Schwangerschaft auffällig sind, nach der Schwangerschaft wieder ganz in Ordnung sind. Eventuell führt die Auflockerung der Gebärmutter durch die Schwangerschaftshormone zu Zellveränderungen, die eben anders aussehen als ausserhalb der Schwangerschaft. (das ist aber nur eine persönliche Interpretation, keine wissenschaftliche Erkenntnis). Die rein medizinische Sicht wird bei so einer Entscheidung dem Gesamten nicht wirklich gerecht. Ich glaube, dass Krebserkrankungen wesentlich durch die Psyche beeinflusst werden, die auf die Selbstheilungskräfte einen großen Einfluss hat. Das Leben des Kindes in Gefahr zu bringen, ist ein gegen das Leben gerichteter Akt. Ich hätte dabei auch ein ungutes Gefühl und würde glauben, dass eine durch die Untersuchung ausgelöste Fehlgeburt sich negativ auf eine eventuell vorhandene Neigung zur Krebsentwicklung auswirken würde.
Wenn Sie der Befund stark belasten würde und Sie eine Schwangerschaft unter der Vorraussetzung nicht aushalten würden, könnte es sinnvoll sein, die Untersuchung durchführen zu lassen. Bei Ihnen ist aber eher umgekehrt.
Da Sie diejenige sind, die mit den Konsequenzen egal welcher Entscheidung leben muss, haben Sie auch das alleinige Recht nach ganz persönlichen Gesichtpunkten abzuwägen und eine Entscheidung zu treffen, die jeder andere respektieren muss.
Gespräche mit Leuten, die Sie als "unverantwortlich" ansehen, nur weil Sie nicht zu allem ja und amen sagen, brauchen Sie sich nicht gefallen lassen. Wenn Sie das Bedürfnis haben nach einer Beratung, die Sie in Ihrer eigenen Entscheidungsindung unterstützt, können Sie sich an eine Schangerenberatungsstelle wenden. In der Regel sitzen dort Frauen, die mehr Beratunsgkompetenz haben. Auch ein persönliches Gespräch mit einer Hebamme ist möglich.
Ich wünsch Ihne alles Gute, Monika

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