Themenbereich: Schwangerschaft allgemein

"Wie spüre ich meinen Muttermund?"

Anonym

Frage vom 31.10.2005

Liebe Hebammen,

ich bin in der 19. Woche schwanger (nach einer Fehlgeburt in der 8. Woche), ich habe zwei Fragen. Sehr oft hört man von der Selbstuntersuchung und Selbstabtastung des Muttermundes. Wenn ich das mache, spüre ich aber nichts Definierbares und nichts Festes, was man als Muttermund identifizieren könnte. Mache ich was falsch oder liegt der Muttermund einfach so weit hinten dass ich ihn gar nicht erspüren kann?
Mein Gebärmutterhals ist mit 3,8 relativ kurz, so dass man ihn nach Aussage meiner Ärztin beobachten muss, hat die Länge etwas mit der Festigkeit des Muttermundes zu tun, ich bin nach meiner Fehlgeburt wohl etwas verunsichert, (hatte auch jetzt schon zweimal, in der 10. und in der 16. Woche Blutungen, allerdings ohne dass man hätte sagen können, warum, das Kind entwickelt sich sehr gut) und habe Angst vor einer Frühgeburt durch eine vorzeitige Muttermundsöffnung, wobei es mir sehr gut geht, wenn man von Schmerzen in den Leisten absieht.
Vielen Dank für Ihre Antwort, ich schaue häufig in die Sprechstunde rein und sehr oft habe ich mich beruhigen können durch die Antworten. Eine gute Seite.

Liebe Grüße,

Sabine

Antwort vom 31.10.2005

Möglicherweise liegt der Muttermund so weit hinten, dass Sie ihn nicht tasten, das ist auch ok so. Es ist auch nicht nötig, ihn abzutasten, es gibt ohne Wehen od. ähnl. keinen Grund anzunehmen, dass er nicht in Ordnung wäre. Außerdem besteht bei häufigem Untersuchen die Gefahr, dass Keime in Richtung MM geschoben werden, die möglicherweise den Schleimpfropf durchdringen; deshalb sollte nur so selten wie nötig untersucht werden. Die leichten Blutungen können ebenfalls von Manipulationen am MM kommen, der MM ist in der Schw. stärker durchblutet und blutet daher leichter mal ein bisschen. Das ist aber harmlos und hört (wie bei Ihnen ja auch) von alleine auf. Die Länge des Gebärmutterhalses scheint mir völlig normal, solange er geschlossen ist, ist alles in Ordnung. Ich hoffe, ich konnte Sie ein bisschen beruhigen, es hört sich wirklich alles "ganz normal" an! Danke für Ihr Lob und noch eine schöne, unkomplizierte Schwangerschaft wünsche ich Ihnen!

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