Themenbereich: Kinderwunsch allgemein

"Befruchtung mit der Bechermethode?"

Anonym

Frage vom 04.11.2005

Hallo!
Ich habe diese Seite gefunden und wollte erstmal großes Lob aussprechen, dass sie sich die Zeit nehmen um hier auf die Fragen zu antworten...
Nun zur meiner Geschichte...
Mein Mann und ich wünschen uns seit längerm ein Kind, leider ist er impotent. Was er lange nicht zu einsehen wollte.Das heißt sein Glied bleibt nicht lange genug steif um einen Samererguß in mir zu bekommen. Wenn ich ihn mit der Hand stimmuliere geht es aber...Bei meinen Mann hängt die Impotenz mit seiner Psyche zusammen und selbst Gespräche beim Psychologen haben nix gebracht...

Daher ist die Sache sehr schwierig ohne ärzliche Hilfe ein Baby zu bekommen... Dennoch will mein Mann es immer wieder selbst probieren, was natürlich nicht klappt und somit wir beide deprimiert sind.

Nun hat ih, ein Kollege wohl von der so genannten Bechermethode erzählt. D.h. er spendet den Samen in einen Becher, den ich mir dann mit der Spritze einführen soll...
Es hat wohl auf diesen Wege bei den Kollegen und seiner Frau geklappt.
Meine Frage nun ob diese Methode wirklich wirksam íst und wann und wie ganau man sie durchführen sollte. Ich habe immer geadcht, dass die Spermien wenn sie mit der Luft in Berührung kommen absterben...
Sollte man dann sterile Sachen bei der Durchführung verwenden???
Haben sie davon schon gehört??? Ich hab mich von meiner FÄ durchchecken lassen und bei mir ist alles ok.
Mein Mann hat mir aber auch verboten mit anderen auch mit meiner FÄ über das Thema zu sprechen, da es ihm furchtbar unangenehm ist... Nur wie soll ich das sonst in Erfahrung bringen wie diese Bechermethode funktioniert...
Daher dachte ich wenn ich das hier in ihren Forum anonym mache, könnten sie mir u.U. auch behilflich sein...
Wie sind die Erfolgsaussichten bei dieser Methode???

Danke schonmal für die Antwort und für die Möglichkeit meine Frage (die mir auch recht unangenehm ist) hier im Forum zu stellen....

Vielen Dank

Antwort vom 05.11.2005

Hallo, künstliche Befruchtung ist nicht die Erfindung der modernen Medizin. Schon zu früheren Zeiten und in anderen Kulturen wussten Frauen sich zu helfen, deren Männer ein Befruchtungsproblem hatten. Manchmal wurde mit dem Samen des eigenen Mannes befruchtet, manchmal half auch eine Freundin, Nachbarin oder Verwandte mit einer Samenspende aus. Der Samen ist auch ausserhalb des Körpers haltbar, sollte aber möglichst bald verwendet werden und nicht austrocknen. Bei medizinischen Samenbänken geben Männer Ihren Samen übrigens auch im Becher ab.
Zunächst einmal ist Ihr Mann nicht impotent. Impotent wäre er, wenn er mit gar keiner Methode einen Samenerguss bekommen würde. Sie sollten ihm gegenüber also zurückhaltend mit Benennungen sein, die sich weiter negativ auf seine Psyche auswirken. Es gibt recht viele Männer (und noch mehr Frauen, bei denen es allerdings weniger auffällt) für die der normale Geschlechtsverkehr nicht die erregendste Variante sexueller Aktiviät ist. Sprechen Sie darüber, was Sie Sie erregend finden. Das kann der Gebrauch von "Spielzeug" sein, Rollenspiel, anregende Bekleidung und vieles mehr.
Vertrauen Sie sich gegenseitig sexuelle Phantasien an und probieren Sie aus, was ihm oder Ihnen Spaß macht. Das ist nicht pervers und noch weniger krank.
Es ist allerdings richtig, dass es nichts ist, was man im Bekanntenkreis erzählt. Ein Gespräch mit Vertrauten oder so wie Ihr Mann ja auch mit einem Kollegen gesprochen hat, sollte nichts sein, was einer dem anderen verbietet.

Wenn Sie vorhaben die Bechermethode anzuwenden, legen Sie sich alles bereit, aber machen Sie keinen technischen Akt daraus. Haben Sie einfach Spass und Freude mit Ihrem Mann dabei. Zuerst stimulieren Sie sich gegenseitig. Wenn er gekommen ist, ziehen Sie den Samen in eine 5 Milliliter- Spritze auf (gibt in der Apotheke, Kanüle brauchen Sie nicht).
Dann wär es günstig, wenn Sie einen Orgasmus bekommen, bevor oder nachdem Sie den Samen möglichst tief in die Scheide gespritzt haben. Mindstens eine halbe Stunde danach sollten Sie nicht aufstehen, zur Toilette gehen, sich waschen oder ähnliches. Kuscheln Sie zusammen oder schlafen Sie ein.

Alles Gute, Monika

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