Themenbereich: Schwangerschaft allgemein

"Angst vor Fehlgeburt"

Anonym

Frage vom 03.12.2005

Hallo liebe Hebammen, mein Anliegen haben Sie sicher schon 1000mal gehört. Ich bin in der 12.SSW und verunsichert ob alles in Ordnung ist. Zu Beginn der SS wurde ich ins Krankenhaus eingeliefert wegen dem Verdacht auf eine Eileiterschwangerschaft (zum Glück nicht passiert), seit diesen 3 Nächten bin ich verunsichert und kann meine frühe SS nicht genießen. Ich habe ständige Angst das etwas passiert und ich es nicht merke. In meiner Familie gab es in kurzer Zeit 2 Fehlgeburten.

Wie hoch ist das Risiko in der 12. SSW für eine Fehlgeburt?
Ab wann kann man selbst die Gebärmutter ertasten? (würde ich am bauch sehen können das es wächst, dann wäre ich beruhigter).

Vielen Dank für Ihre Mühe!

Antwort vom 04.12.2005

Hallo, nach der 12. Woche haben Sie die Zeit mit dem größten Risiko für eine Fehlgeburt schon hinter sich. Etwas später ist die Gebärmutter auch so groß, dass sie über dem Schambein zu tasten ist. Es dauert also nicht mehr lange bis Sie selbst Veränderungen bemerken können. Versuchen Sie das Erlebnis mit dem Verdacht auf Eileiterschwangerschaft hinter sich zu lassen. Wenn einmal feststeht, dass die Schwangerschaft in der Gebärmutter angesiedelt ist, dann kann sich daran nichts mehr ändern. Die Verunsicherung kommt daher, dass Sie durch die Untersuchungsergebnisse einen Teil Ihrer Verantwortung und Kontrolle nach außen abgegeben haben. Versuchen Sie Kontakt zu Ihrem Kind aufzunehmen und sich vorzustellen, dass das Kind in Ihnen ist. Es wächst und gedeiht auch, wenn niemand von außen Ihnen das bestätigt. Ihre Aufgabe ist es Mutter zu werden. Alle Risikoberechnungen bringen Sie und Ihr Kind kein Stück weiter, weil sich letztendlich überhaupt nicht sagen lässt, welche Bedeutung ein statistsiches Ergebnis für Sie individuell hat. Es lenkt Sie jedoch ab von der persönlichen Erfahrung, die in der Auseinandersetzung mit der Schwangerschaft für jede Mutter ganz normal und notwendig ist. Es hat seinen Sinn, dass das Kind anfangs im Verborgenen wächst und dass es erst später konkreter sichtbar und fühlbar wird. Auch bis dahin können Sie aber viel für sich, Ihr Kind und Ihre Partnerschaft tun. Es gilt das eigene Leben umzustellen und sich auf das Kind einzustellen. Damit tun Sie sehr viel, um dem Kind eine gute Umgebung für ein ungestörtes Heranwachsen zu geben.

Alles Gute, Monika

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