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Themenbereich: Hautprobleme

Was kann ich gegen eitrigen Milchschorf tun?

Schattenbild Community-Mitglied ohne Profilfoto Anonym
Angefangen hat unser Problem mit Milchschorf, den ich meinem nun 19 Wochen alten Sohn mit einer Johanniskraut-Nachtkerzen-Weizenkeimölmischung betupfte und ihm zusätzlich Viola Globuli gab. Mit den honiggelben Krüstchen gingen auch viele seiner Babyflaumhaare aus. Mit dem Dichterwerden der Haare kamen dann plötzlich über Nacht auf dem gesamten Oberkopf dick entzündete Eiterpickel, die teilweise kleine Beulen bildeten. Mein Sohn begann dann, wann immer er müde wurde und auch mitten in der Nacht laut zu schimpfen und sich wie wild zu kratzen. Die Kinderärztin empfahl dann eine Creme auf Kamillenölbasis, die man gegen Ekzeme gibt. Der Juckreiz schien ihn aber nach wie vor zu wecken und meist wurde er nur durchs Stillen wieder ruhig und schläfrig. Als dies dann eine Nacht fast jede Stunde so ging sprach ich nochmals unsere Kinderärztin darauf an. Sie gab mir Anaestesulf (Schüttellotion die man auch bei Windpocken gegen Juckreiz auftupft) und meinte, man müsse das Ganze austrocknen. Geholfen hat das nichts. Zudem hatte er nun durch diese Lotion sehr trockene Kopfhaut bekommen. Beim Besuch einer anderen Ärztin wurde uns geraten nur noch mit Kochsalzlösung und Desinfektionsspray ran zu gehen und das Kratzen sei wohl eher überbewertet. Zusätzlich gab Sie uns Viburcul (homöopathische Zäpfchen bei Erregungszuständen mit und ohne Fieber u.a. Chamomilla, Belladonna und Pulsatilla) und ich solle meinem Sohn da keine Beachtung schenken, da er nur Aufmerksamkeit wolle und wohl auch ein sehr aufgekratztes Kind sei. Er ist übrigens tags im Wechsel immer 1 -2 Std. wach und schläft dann ca. 30-45 Min. Er bekommt Gemüsemus zu Mittag und will nachts alle 2-3 Std. gestillt werden. Die Eiterpickel bezeichnete sie als Haarfolikelentzündung. Ein großer Teil der entzündeten Pickel heilte mittlerweile ab, doch es bilden sich immer noch neue und er kratzt sich nach wie vor wie verrückt (Tags höchstens mal bei einem Mittagsschläfchen, was diesen dann beendet und nachts im Schlaf bis er daran aufwacht). Die Kopfhaut ist nach wie vor trocken und auch von kleinen Krüstchen bedeckt durch die abheilenden Pickel. Die Zäpfchen ermöglichen ihm wohl einen etwas besseren Schlaf, doch die kann ich ja auch nicht ewig geben. Haben Sie schon mal davon gehört, daß Babys so was bekommen können oder vermuten Sie auch, dass er nur meine Nähe sucht? Ich wäre für einen Tipp wirklich dankbar, da ich sehr unter Druck stehe und ihn einerseits nachts nicht einfach ignorieren kann aber andererseits extrem ausgepowert bin, da er ein wirklich großes, starkes und aufgewecktes Kerlchen ist, dass mich den ganzen Tag fordert. Vorab schon Danke für die Bearbeitung und Ihre Antwort!

Frage vom 14.12.2005

Hallo!Zunächst muß ich Ihnen sagen, daß man einen Milchschorf da läßt wo er ist, da man durch jegliche Manipulation der Kopfhaut durch Salben und abkratzen der Borke nur eine Verletzung der sehr dünnen,empfindlichen Kopfhaut bzw. eine Verstopfung der Hautporen provoziert, die wiederum zu Entzündungen führt, so wie in Ihrem Fall.
Ich glaube nicht, daß er sich nur der Aufmerksamkeitwillen kratzt, aber er hat sicher konditioniert, daß Sie ihm dann viel Aufmerksamkeit schenken. Meiner Meinung nach sind Sie auch zu früh mit der Zufütterung angefangen. Ein Baby sollte bis zum 6.Monat voll gestillt werden und dann erst sollte mit der Beikost begonnen werden, da das Verdaungssystem vorher noch nicht reif genug ist und der Organismus sich sehr anstrengen muß. Außerdem sind Kinder mit sehr ausgeprägtem Milchschorf prädisponiert Allergien zu entwickeln und sollten sehr streng auf die Beikost umgestellt werden.
Aktuell würde ich Ihnen empfehlen den Kopf mit einer Lösung aus Tote Meersalz(1 Tl in lauwarmen Wasser plus 2 Tr.Lavendelöl) zu waschen (morgens und abends abtupfen und trocknen lassen)Danach pflegen Sie die Haut mit abgepumpter Muttermilch.Sie sollten versuchen ihn nachts nach Möglichkeit nur 1x zu stillen, denn Hunger wird es nicht sein, sondern Gewohnheit verbunden mit dem Juckreiz. Sicher wird es gelingen, wenn der Juckreiz aufhört und die Haut abheilt. Sie sollten versuchen dieser Hautgeschichte nicht soviel Beachtung zu schenken, auch wenn es unschön aussieht, aber es macht Sie nervös und das überträgt sich mit Sicherheit auf das Kind.
Sollten Sie mit allem keinen Erfolg haben, so sollten Sie einen klassischen Homöopathen aufsuchen, der Sie unterstützen kann. Alles Gute.
Cl.Osterhus

Antwort vom 14.12.2005


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