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Verarbeitung der Geburt oder Verlustangst?

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Hallo liebes Hebammenteam! Meine Tochter Nele ist nun 10 Wochen alt, die Geburt und die Zeit danach verliefen problemlos. In den ersten Tagen fiel uns jedoch auf, dass Nele öfter mal im Schlaf ohne erkennbaren Grund zusammenzuckte, so als ob sie sich erschrecken würde. Ich besprach dies mit der Hebamme die zur Nachsorge kam, sie sagte dass dies mit der Verarbeitung der Geburt zusammhinge, dass Nele eben noch ein bißchen am Stress der Geburt "zu knabbern" habe und gab uns Globulis (Aconitum), jeweils eins am Tag wenn dieses Erschrecken noch auftrete. Es wurde dann auch besser. Jetzt ist uns aufgefallen, dass Nele manchmal, z.B. wenn sie aufwacht die Augen voller Angst panisch aufreißt und strampelt und zu weinen anfängt. Man kann ihr die Angst/Panik richtig ansehen. Dies passierte auch bereits im wachen Zustand als ich sie auf den Wickeltisch legte. Sie beruhigt sich aber auch sehr schnell wieder, wenn man sie dann in den Arm nimmt. Auch schläft sie momentan nur mit Körperkontakt mit einem von uns, das heißt entweder auf dem Arm oder mit im Bett, sie wacht spätestens nach 10 Minuten auf, wenn man sie in ihr Bett oder die Wiege legt (da passiert dies auch mit dieser Angst). Nun unsere Frage, ist dieses Verhalten normal, bzw. eine Phase in ihrer Entwicklung. Haben diese Angstanfälle noch was mit der Verarbeitung der Geburt zu tun oder ist das so eine Art Verlustangst? Ich hab das Gefühl dass das Aconitumglobuli hilft, aber bin mir nicht sicher ob dies die richtige "Behandlung" ist. Ist es normal wenn unsere Tochter momentan nur mit Körperkontakt schläft? Ich bedanke mich im Voraus für ihre Antwort auf meine zugegebenermaßen umfangreiche Frage! Liebe Grüße Franziska und Nele

Frage vom 28.12.2005

Hallo!Ich glaube schon, daß Babys ihre Geburt emotional verarbeiten müssen, allerdings glaube ich nicht, daß Babys langfristig traumatisiert sind, zu Mal Sie gesagt haben, daß die Geburt und die Zeit danach problemlos waren.
Säuglinge in dem Alter haben ein unreifes Nervensystem. Dadurch kommt es bei ihnen zu unkontrolierten Zuckungen und Zittern der Gliedmaßen. Außerdem ist das Schreien und Grimassieren(Gesicht verziehen, Augen aufreißen)die einzige Möglichkeit sich auszudrücken und die aufgenommenen Reize und Erlebnisse weiterzuverarbeiten. Stellen sie sich vor wieviel Sie am Tag reden und Sie sollten all diese Worte in Gestik und Mimik umsetzten?!
Der Körperkontakt gibt den Babys Sicherheit und ist ein elementares Bedürfniss, welches befriedigt werden sollte, denn die Kinder sind ja noch nicht visuell fixiert bzw. können sich in ihrer Umwelt nicht alleine bewegen. Durch die Befriedigung dieser Bedürfnisse wird ein Urvertrauen geschaffen. Sie sollten Ihr Kind so oft tragen, wie es danch verlangt(durch Tragetuch sind Sie mobiler und flexibler).Wir sind schließlich Individuen,d.h, daß ein Kind mehr Körperkontakt braucht als das andere.Das Aconitum sollten Sie weglassen, denn es ist ein Akutmittel und ist in Ihrem Fall nicht auf Dauer angezeigt. Es handelt sich trotz Homöopathie um ein Medikament.
Denken Sie aber auch an Ihre Bedürfnisse und versuchen Ihre Tochter,wenn es Ihnen zu nah und zuviel wird immer wieder wegzulegen. Sie darf dann auch mal ein wenig meckern.
Gedanken schaffen oftmals Taten und wenn Sie ein erschrockenes Gesicht bei Ihrer Tochter sehen, so sehen Sie das als Normal an und sehen nicht gleich eine Störung darin, denn das würde Sie auf Dauer sehr nervös und unruhig machen und das wiederum würde sich bestimmt auf Ihre Tochter übertragen.Alles Gute.
Cl.Osterhus

Antwort vom 28.12.2005


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