Themenbereich: Stillen allgemein

"Koliken während des Stillens"

Anonym

Frage vom 31.12.2005

Hallo, ich habe eine 2 Monate alte Tochter, die unter den so genannten 3-Monats-Koliken leidet. Bei Ihr treten die Bauchschmerzen und Blähungen meistens und am stärksten während des Stillens auf, so dass sie teilweise vor lauter Geschrei gar nicht zum trinken kommt. Vom Kinderarzt wurde ihr Lefax verschrieben, was aber auch nicht besonders gut hilft und das stillen nicht erleichtert. Ich habe dann versucht, Ihr Muttermilch per Fläschchen zu geben, nur leider klappt das abpumpen nicht und die Milchmenge wird jedes Mal weniger. Deshalb habe ich jetzt noch die Milumil Pre Milch geholt und füttere jetzt immer im Wechsel, also 1Mahlzeit Stillen, die nächste Fläschchen. Leider wird die Muttermilch immer weniger, so dass ich bestimmt bald komplett abgestillt habe. Kann es sein, dass sie gar nicht an diesen Koliken leidet? Und kann ich es irgendwie schaffen, dass sie beim Stillen nicht so schreit? Nachts ist das z.B. kein Problem, da weint sie nie. Ich verstehe das nicht so ganz, denn mein Sohn hat auch unter diesen Koliken gelitten, hatte diese aber nie während des Stillens. Können Sie mir weiterhelfen?

Anonym

Antwort vom 01.01.2006

Hallo, ich hatte vor einiger Zeit ein Kind in der Nachsorge, dass weinte immer, wenn es auf der linken Brustseite trinken sollte- nach einem Positionswechsel kamen wir darauf, dass ihm etwas weh tun müsste, wenn es in der Wiegeposition von der Brust trinken sollte. Legte die Mutter das Kind mit den Füßen nach hinten an, trank es ganz ruhig. Ein Besuch des Kindes beim Osteopathen zeigte, dass im Halswirbelbereich ein Nerv eingeklemmt war und dem Kind Schmerzen bereitete.
Da Ihr Kind nur an der Brust weint und nicht, wenn es aus dem Fläschchen trinkt, könnte versuchsweise die Anlegeposition beim Stillen geändert werden.
Da es nachts besser klappt, können Sie versuchen zum Stillen immer ins Bett zu liegen. Manchen Kindern geht es an der Brust nicht schnell genug und deswegen weinen sie. Ein warmer Umschlag vor dem Stillen und das homöop. Mittel Phytolacca C6 kann den Milchfluß verbessern. Das Nasenspray Syntocinon kann einen schnelleren Milchspendereflex auslösen.
Zum Steigern der Milchmenge können Sie Haferflocken, Getreidekaffee, Malzbier, warmen Milchbildungstee und alkoholfreies Weizenbier zu sich nehmen.
Je öfters Sie Anlegen oder Pumpen, desto mehr Milch wird gebildet.
Falls Ihre Tochter doch Blähungen haben sollte ( aber die hätte sie dann auch beim Flasche trinken) können verschiedene homöop. Mittel sehr gut helfen. Im Stillbuch von Hannah Lothrop finden Sie einige Mittel beschrieben

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