Themenbereich: Geburtseinleitung / Geburtsbeginn

"bei Zwillingen Einleitung in der 37. Woche?"

Anonym

Frage vom 06.01.2006

Hallo,

ich bin gerade in der 34 SSW+3 mit Zwillingen (monochorial, nur 1 Plazenta, aber 2 getrennten Fruchthöhlen). Die SS verläuft bisher ohne Komplikationen, die Kinder wiegen jeweils 2300g. Laut meinem Arzt sollte die Geburt spätestens in der 37 SSW eingeleitet werden. Ist das zu diesem frühen Zeitpunkt wirklich medizinisch notwendig und sind die Kinder bereits reif genug selbständig zu leben? Welche Gefahren sind mit der frühen Einleitung verbunden?

Anonym

Antwort vom 07.01.2006

Hallo, es lässt sich im voraus nicht sagen, ob eine Einleitung in der 37. Woche sinnvoll ist. Wenn keine besonderen Probleme vorliegen, gibt es keinen Grund die Geburt frühzeitig einzuleiten. Eine solche Besonderheit könnte es sein, wenn die Kinder sich sehr unterschiedlich entwickeln, eins also viel kleiner ist. Es gibt immer wieder Ansätze in der Medizin allen die gleichen "Vorbeugemaßnahmen" zu empfehlen. Bei den meisten davon hat sich im Laufe der Zeit aber rausgestellt, dass sie keinen Vorteil gegenüber einem anwartenden Verhalten zeigen, wenn sie nicht gezielt, sondern "mit der Gießkanne" eingesetzt werden. Zwillinge kommen von alleine häufiger früher. Daraus zu schließen, dass sie auch früher geholt werden sollten, wäre jedoch falsch, weil es auch problemlos möglich ist, dass Zwillinge auch mal bis zum Termin gehen und eine individuelle Entscheidung zu besseren Ergebnissen führt, besonders dann, wenn im Wesentlichen in den Lauf der Natur so wenig wie möglich eingegriffen wird. Ich würde Ihnen also auch nicht raten, die Geburt zu bremsen, wenn sie sich z.B. in der 37. Woche von alleine ankündigt. Wenn es soweit ist, sollten Sie sich an der konkreten Situation genau erklären lassen, welches Vorgehen aus welchem Grund vorgeschlagen wird. Es ist dann jedoch Ihre Entscheidung, ob Sie einer Behandlung zustimmen oder nicht. In der 37. Woche sind keine größeren Probleme mehr zu erwarten, die Kinder wären also lebensfähig. Trotzdem besteht eine gewisse Unreife, die nach der Geburt zu Problemen führen kann, die zwar in den Griff zu bekommen sind, aber nicht in Kauf genommen werden sollten, wenn es nicht nötig ist.
Sie können sich auch eine zweite Meinung im Krankenhaus einholen oder sich mit einer Hebamme vor Ort beraten.
Alles Gute für die weitere Schwangerschaft und die Geburt, Monika

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