Themenbereich: Schwangerschaft allgemein

"Befürchtungen Zu Fehlgeburtsrisiko"

Anonym

Frage vom 09.01.2006

Liebes Team,
ich habe einen gesunden 3,5jährigen Sohn und bin jetzt 41. Während dieser Schwangerschaft war ich sehr gelassen und angstfrei. Ich hatte aber Anfang 2004 und Anfang 2005 je eine Fehlgeburt (MA und Windei). Jetzt bin ich wieder schwanger.
Letzte Regelblutung am 13.11.2005, Zyklus ca. 28/30 Tage (war aufgrund der FG erst unregelmäßig). Jedenfalls hatten wir nur am 22. und 24.11. Sex, weshalb man den Eissprung bzw. die Schwangerschaftswoche doch eigentlich relativ genau einschätzen müsste - oder täusche ich mich?

Wegen Schmierblutungen bin ich dann leider noch am 22.12. zur Ärztin - sonst hätte ich sehr gern bis Mitte Januar gewartet . Sie konnte die Schwangerschaft nur bestätigen und es war soweit alles ok. Ich bekam Utrogest und nahm zusätzlich Magnesium (Folsäure sowieso schon die ganze Zeit).

Ich war also eigentlich guter Dinge und versuchte, gelassen zu bleiben. Nicht krampfhaft optimistisch, sondern einfach ganz normal. War auch alles ok, bis auf Brustspannen kaum Beschwerden (wie bei meinem Sohn. Nur bei den FG war mir immer sehr übel).

Vor 2 Tagen hatte ich dann wieder leichte bräunliche Verfärbungen im Slip und lag nachts lange wach. Da schossen mir auf einmal wieder allemöglichen Gedanken in den Kopf und ich hatte ein komisches Gefühl - auch spannen meine Brüste nicht mehr so arg, sie waren besonders morgens ziemlich fest. Damals hatte ich auch solche "Vorahnungen", deshalb kann ich z.Zt. nicht unterscheiden, ob das nur (berechtigte) Angst vor neuer FG ist.
War dann heute Morgen bei der Ärztin (statt erst am 20.1.). Sie machte US und sagte, Fruchthöhle und Embryo seien zeitgerecht entwickelt, sie schätzt aber erst 6. evtl. Anfang 7. Woche laut ihrer Messung. Herzschlag war noch nicht zu sehen, obwohl sie ein ganz gutes Gerät hat. Sei noch im Rahmen. Ich soll in 1 Woche wieder kommen zum US. Blut wegen HCG hat sie nicht abgenommen, sie meinte, einfach mal abwarten.

Wie schätzen Sie das Ganze ein? Kommt das hin mit der 6./7. Woche, obwohl wir nur an diesen 2 bekannten Tagen Sex hatten?

Danke für Ihre Mühe, sorry dass es so lang geworden ist.

Anonym

Antwort vom 09.01.2006

Hallo, leider sind die Ultraschalluntersuchungen doch häufig sehr ungenau. Nach Ihren Angaben sollten sie schon weiter schwanger sein, als die Ärztin vermutet. Zur Zeit ist die Schwangerschaft aber intakt und Ihnen bleibt nicht so sehr viel anderes übrig, als mit Ruhe und Vertrauen abzuwarten. Das Sie sich nun sehr viel Sorgen machen und unsicher sind, ist nach 2 Fehlgeburten sicher nicht weg zu diskutieren oder schön zu reden. Leider gehört das nun zu Ihrer Geschichte und die Unbedarftheit ist Ihnen einfach genommen. Wenn Sie dafür keinen Platz in Ihren (Gefühls-) Leben finden, ist das immer Grund genug um das mit einer Hebamme vor Ort oder mit einer Psychologin zu besprechen. Leider werden solche einschneidende Erlebnisse von den Partnern oder Familienangehörigen nicht so gesehen oder getragen. Häufig wird es abgetan mit: Du hast ja ein gesundes Kind, oder: beim nächsten mal klappt es bestimmt. Für viele Frauen stimmt es auch. Während der nächsten Schwangerschaft kommen aber die Ängste und Unsicherheiten wieder hoch. Überlegen Sie sich, ob Ihnen solche Gespräche gut tun könnten. Fragen Sie Ihre ortsansässige Hebamme, ob sie Sie begleiten oder eine "Fachfrau" empfehlen kann. Für Sie und den Schwangerschaftsverlauf von Herzen alles Gute, Ina

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