Themenbereich: Schlafen

"wie können meine Kinder nachts besser schlafen?"

Anonym

Frage vom 19.01.2006

Meine beiden Zwillingsmädchen sind mittlerweile 10 Monate und leider beide sehr schlechte Schläfer. Wir legen sie um 19.45 Uhr in ihre eigenen Betten ohne Stillen oder großes Brimborium (Linda schläft im Kinderzimmer, Aurelia hat ihr Bett zurzeit bei mir im Schlafzimmer, damit sie sich wenigstens nicht gegenseitig wachmachen) und beide schlafen schnell und problemlos ein. Dann wacht aber fast immer eins der Kinder ab 22.30 Uhr auf, heult, steht im Bett und dann wechseln sie sich im 1- bis 2-Stundentakt mit Aufwachen und Heulen ab. Dabei ist auch kaum Regelmäßigkeit bei den Zeiten zu erkennen. Immer mal wieder hat ein Kind auch eine gute Nacht , auch immer abwechselnd. Ich stille noch jeweils einmal pro Nacht, meist so um 1 oder 2 Uhr, bin mir zwar sicher, dass sie die Nachtmahlzeit nicht brauchen, sie essen tagsüber ordentlich Brei, aber meist schlafen sie danach zumindest zwei, drei Stunden am Stück. Da ich aber demnächst abstillen will und auch denke, dass sie lernen müssen, nachts allein wieder in den Schlaf zu finden, versuche ich sie die anderen Male mit Streicheln zu beruhigen, was nach einer Weile bei Aurelia meist klappt (wenn auch nur für eine Stunde bevor sie wieder anfängt), bei Linda allerdings gar nicht. Die wacht dann 2 Stunden lang alle 5 Minuten auf und heult wieder. Linda ist auch fast immer ab 6 Uhr wach, während Aurelia zwar hin und wieder den Kopf hebt und kurz heult, dann aber oft bis 7 oder 8 Uhr schläft. Mir ist es einfach ein Rätsel, warum die Mädchen so gut allein einschlafen können und nachts aber nicht mehr in den Schlaf finden. Tagsüber schlafen sie insgesamt anderthalb bis zwei Stunden. Ich achte auch drauf, dass der Tagesablauf möglichst regelmäßig ist, also alles, was einem so empfohlen wird (habe alles zum Thema Schlaf gelesen). Und trotzdem sind die Nächte einfach die Hölle und ich kann nun nicht mehr. Ob es besser wäre, die Nachtmahlzeit ganz wegzulassen, vielleicht irritiert sie es, dass sie nur einmal die Brust kriegen? Häufiger möchte ich ihnen nicht die Brust geben, das habe ich auch schon versucht, aber gemerkt, dass sie dann nur rumnuckeln und als Schnulli zu fungieren macht micht ganz aggressiv. Mit in mein Bett nehmen hatte ich auch eine Zeitlang versucht, hat auch nicht funktioniert, die Kinder hatten dann ewiglange Wachphasen, wahrscheinlich dachten sie, dass nun Spielzeit angesagt ist. Ich habe ja immer gehofft, dass sich das Schlafverhalten von selbst regulieren wird, aber so langsam glaube ich da nicht mehr dran. Die Kinder halten sich trotz dieser schlechten Nächte tagsüber erstaunlich gut, vielleicht brauchen sie einfach noch weniger Schlaf? Bin für alle Ratschläge sehr dankbar!

Antwort vom 19.01.2006

Hallo!Ich verstehe Ihre Verzweifelung, aber leider muß ich sagen, daß ich keinen Ratschlag weiß, den Sie nicht schon gehört bzw. probiert haben.
Das Einzige, was mir noch einfällt ist die Frage, ob Ihre Kinder tagsüber genug trinken. Vieleicht wachen Sie vor Durst auf? Die Nachtmahlzeit brauchen sie sicher nicht mehr.Eine Möglichkeit wäre wirklich diese ganz wegzulassen, denn sie sind wahrscheinlich auf eine Unterbrechung in der Nacht konditioniert.
Sie sollten nach einem strengen Tagesrhythmus- sprich Mahlzeiten, Spielzeiten und Schlafzeiten vorgehen und vielleicht eine Zeit lang ein eingeschränktes Unterhaltungsprogramm anbieten. Versuchen Sie Ihre Kinder immer zu einer bestimmten Zeit mittags hinzulegen. Sie sollten dann 1 Stunde schlafen. Es sei denn sie halten kein Vormittagsschläfchen, dann können es bis zu 2 sein.
Es könnte auch hilfreich sein, daß eine Zeit lang Ihr Partner zu den Kindern geht, denn durch das Stillen sind die Kinder auf Sie fixiert. Vielleicht ist es für die Kinder dann zu uninteressant. Legen Sie Ihre Kinder ruhig nach einem immer gleichen Ritual zu Bett(auch wenn sie so gut einschlafen). Das könnte noch einmal die Portion Aufmerksamkeit sein nach der sie verlangen und die sie befriedigt.
Es sind Versuche und Anregungen, die jedoch nicht unbedingt fruchten müssen. Wichtig ist aber,wie bei allen Erziehungsfragen, Ihr Leidensdruck und damit Ihre Konsequenz und Entschlossenheit, die Sie Ihren Töchtern eindeutig mitteilen sollten. Alles Gute.
Cl.Osterhus

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