Themenbereich: Risikoschwangerschaft

"Gibt es ein Mittel gegen Plazentainsuffizienz?"

Anonym

Frage vom 14.02.2006

Liebes Team,
letztes Jahr im Juni habe ich meinen kleinen Sohn in der 40SSW verloren.
Unter der Geburt gingen plötzlich seine Herztöne weg, er konnte nicht wiederbelebt werden.
Als Ursache nannte man mir eine Plazentainsuffizienz, die nicht festgestellt werden konnte, weil er sehr groß war und normal entwickelt.
Nun bin ich wieder schwanger in der 15. Woche und habe wahnsinnige Angst, dass die Plazenta wieder einen Schaden haben könnte.
Gibt es vielleicht ein homöopathisches Mittel, welches die Plazenafunktion begünstigt?
Über eine schnelle Antwort wäre ich sehr dankbar.
Melanie

Antwort vom 14.02.2006

Hallo, eine Plazentaisuffizienz macht sich eigentlich immer bemerkbar durch ein verzögertes Wachstum des Kindes. Durch einen unerkannten Diabetes können Veränderungen auftreten an der Plazenta, bei denen es zu einem normalen oder sogar besonders großen Wachstum des Kindes kommt. Erkundigen Sie sich noch mal genau was bei der Geburt vorgefallen ist. Vielleicht war es eine Plazentaablösung? Dabei kommt es zu einem plötzlichen Abfall der kindlichen Herztöne, während bei einer Insuffizienz eigentlich Warnsignale da sind, bei deren Auftreten noch Zeit genug für einen Kaiserschnitt ist. Letzteres hat kaum ein Wiederholungsrisiko. Von daher wäre es für weitere Überlegungen beim nächsten Kind schon gut genau zu wissen was bei der letzten Geburt war. Für die Auswahl von homöopathischen Mitteln wenden Sie sich bitte an eine freiberufliche Hebamme oder eine Homöopathin. Hier sind allgemeine Hinweise meinerseits nicht hilfreich, weil es schon auf eine genaue Mittelwahl ankommt. Wichtig wäre eine gute Ernährungsberatung, auch zu Nahrungsergänzungsmitteln, da z.B. Eisen besser nicht genommen werden sollte, wenn nicht tatsächlich eine Anämie vorliegt. Günstig ist viel Eiweiß und wenig Zucker. Insgesamt ist es sehr selten, dass sich ein so tragisches Ereignis wiederholt. Trotzdem bleibt natürlich eine große Portion Angst. Suchen Sie sich eine kompetente Unterstützung, die neben den medizinischen Kontrollen auch Ihre psychischen Bedürfnisse berücksichtigt.
Hebamen finden Sie in unserer Suchmaschine oder über das örtliche Gesundheitsamt.
Ich wünsch Ihnen alles Gute für diese Schwangerschaft, Monika

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