Themenbereich: Stillen allgemein

"Abstillen wegen Medikamenteneinnahme?"

Anonym

Frage vom 26.02.2006

Hallo, mein Sohn Hannes ist jetzt 23 Monate alt. Er wird noch nachts, früh und manchmal zum Mittagsschlaf gestillt. Jetzt war ich beim Hausarzt, weil es mir seit längerem nicht so gut geht. Der hat leider festgestellt, daß ich mal wieder eine Deppression habe. Hierfür muß ich jetzt folgende Medikamente einnehmen: Stangyl und einen Betablocker. Letzterer wäre lt.Arzt unbedenklich? Jedoch die Stangyl darf ich nur nehmen, wenn ich abstille. ....wenn das so einfach wär??? Ich hätte gerne von Ihnen gewußt ob, der Betablocker wirklich unbedenklich ist und ob es noch eine andere Möglichkeit für die Stangyl-Tabletten gibt. Vielleicht auch was homöopathisches?
Außerdem hätte ich gerne gewußt, ob es stimmt, daß es etwas gibt, was die Milch ungenießbar macht od.ob man was auf die Brustwarzen geben kann, was meinen Sohn davon abhält, zu trinken???
Schaff es einfach nicht, den Kleinen nicht mehr "ranzulassen".....
Vielen lieben Dank im voraus
Sabine

Anonym

Antwort vom 27.02.2006

Hallo! Etwas, was man zum Abstillen auf die Brust geben kann oder etwas zum Einnehmen um die Milch ungenießbar zu machen, gibt es nicht. Wir können über Internet leider keine Medikamente empfehlen. Bei jeder Krankengeschichte hat man ausführliche Gespräche nötig um zum richtigen Wirkstoff zu gelangen. Ob man bei Ihnen um die Gabe von Stangyl herum kommt, kann ich nicht beurteilen. Sehr hilfreich scheint mir aber ein Besuch bei einem Homöopathen. Häufig können die nach individuellen Gesprächen etwas finden, um Sie zu stärken. Sie schreiben von "mal wieder" eine Depression. Sind Sie wirklich schon mal "richtig" organisch untersucht worden? Sind Schilddrüsenprobleme ausgeschlossen worden? Haben Sie schon mal Kontakt zu einer Psychologin aufgenommen oder sind dahin überwiesen worden? Eine Gruppe die Hilfe bei Postnatalen Depressionen biete, ist Licht und Schatten
(www.licht-im-schatten.de). Da finden Sie sicher wertvolle Informationen. Zum Abstillen nehmen Sie bitte noch mal Kontakt zu einer Hebamme vor Ort auf. Bei Ihrem Krankheitsbild möchte ich Ihnen keine Wirkstoffe empfehlen, da es immer mal zu Wechselwirkungen kommen. Auch wenn es für Sie sicher sehr schwer ist, die Initiative zu ergreifen, probieren Sie sich zu kümmern. Wenn es Ihnen zu schwer fällt, fordern Sie Begleitung von Ihrem Partner ein. Wenn das sich auch schwer gestaltet, suchen sie Hilfe bei einer Freundin, Mutter oder vielleicht bei einer Nachbarin. Viel Kraft und herzliche Grüße, Ina

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