Themenbereich: Vorsorgeuntersuchungen

"Eileiterschwangerschaft?"

Anonym

Frage vom 28.02.2006

Liebes Hebammen-Team!

Das Thema, um das sich alles dreht bei mir, wurde schon öfters behandelt.
Und trotzdem ich brauche eine Antwort oder vielleicht auch nur ein paar mutmachende Worte.

Der erste Tag meiner letzten Regel war der 16.1.
Ich hatte seit Absetzung des Pflasters nur einen Zyklus und der war 40 Tage.
Zu einem zweiten kam es nicht mehr, denn:
Am Fr, den 3.2. ging der Zervix ab das Zeichen für den Eisprung.
Am Fr, den 17.2. hab ich zum 1. Mal ganz schwach positiv getestet.
Am Di, den 21.2. hab ich nochmals schon etwas stärker positiv getestet.

Am Mi, den 22.2. war ich bei meinem FA.
Er konnte noch nichts in der GM sehen, aber er hat eine 1,5 cm große Gelbkörperzyste entdeckt, die er nicht für bedenklich hält, weil durchaus normal. Er konnte aber eine Eileiterschwangerschaft nicht ausschließen.

Gestern Mo, den 27.2. war ich wieder bei ihm. Die Zyste ist nun 2,5 cm groß, aber das hat meinen FA nicht beunruhigt.
In der GM konnte er mit viel Phantasie ein kleines schwarzes Pünktchen entdecken. Er hat mir Blut abgenommen zur Bestimmung des hcg-Wertes.
Am Do kann er mir sagen, ob der hcg-Wert dem entspricht, was er sieht (müsste also niedriger sein). Falls der Wert hoch ist, könnte eine ELSS vorliegen.

Kann ich denn davon ausgehen, dass alles normal ist? Kann eine ELSS durch diese Zyste bedingt sein? Ich halte die Warterei kaum aus.
Danke für Ihre Antwort!!!

Antwort vom 28.02.2006

Hallo, durch die Zyste kann keine Eileiterschwangerschaft verursacht werden, sie hat gar keinen Einfluss darauf wie sich das befruchtete Ei einnistet. Ausgehend vom mutmaßlichen Tag des Eisprungs war es einfach sehr sehr früh für eine Ultraschalluntersuchung und es ist nicht verwunderlich, dass noch nicht viel zu sehen ist. "Nicht auszuschließen" ist ein Begriff der gar nichts bedeutet (im Gegensatz zu "Verdacht auf"). Wenn keine Diagnose gestellt werden kann, ist es in manchen Medizinbereichen üblich alles auszuschließen, was es nicht sein kann. Eine etwas absurde Vorgehensweise, wenn man sich überlegt, dass eine Schwangerschaft eigentlich ein ganz normaler Vorgang ist und kein Anlass besteht jetzt alles kranke auszuschließen. Etwas anderes wäre es gewesen, wenn Sie wegen Schmerzen zum Arzt gegangen wären. Wenn man dann nicht genau sieht was es ist, lässt sich eine Eileiterschwangerschaft, Blinddarm, Verwachsung, Tumor, Zyste, Infektion usw. ausschließen. Versuchen Sie es anders zu sehen und sich nicht durch die "Auschlussdiagnostik" zu verunsichern. Bis jetzt deutet überhaupt nichts auf eine Eileiterschwangerschaft hin, sondern es sieht ganz so aus, als wären Sie einfach schwanger. Wenn Sie der Versuchung widerstehen können, möglichst viel, früh wissen zu wollen, dann verzichten Sie auf allzu häufige US und HCG-Bestimmungen. Klarheit erhalten Sie dadurch nicht. Es ist eher so, dass sich die "Defizite" bis zum Ende der ersten drei Monate nacheinander ablösen. Erst sieht man gar nichts, dann eine Fruchtblase aber kein Kind, dann ein Kind aber keinen Herzschlag oder irgendwelche Werte passen nicht zueinander. Das alles beunruhigt (meist ganz unnütz) und hindert Sie daran eine Beziehung zu Ihrem Kind aufzubauen und sich auf Ihre Mutterschaft einzustellen. Anfangs wächst ein Kind "im Verborgenen" und Sie können "guter Hoffnung" sein. Real betrachtet, bleiben Ihnen auch mit vielen Untersuchungen kaum andere Möglichkeiten, weil sich weder etwas verhindern, noch etwas fördern lässt. Mit und ohne Kontrollen, enden die meisten Schwangerschaften mit einem ganz normalen, gesunden Kind und einige enden frühzeitig in einer Fehlgeburt. Die Wahrscheinlichkeit zu der einen oder anderen Gruppe zu gehören wird nicht positiv beeinflusst durch Untersuchungen, die über die in den Mutterschaftsrichtlinien vorgesehen hinausgehen. Dort sind nur 3 US für die ganze Schwangerschaft vorgesehen und überhaupt keine HCG-Bestimmung, wenn nichts besonderes vorliegt.

Ich wünsch Ihnen alles Gute, Monika

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